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dieſer letzten Nacht begegnet. Er weilte noch einige Zeit mit offenen Augen gegen ſeine Gewohnheit im Bett, bis ſein Geiſt klar geworden und ihm vorerzählt, wobei ihm ebenfalls einfiel, daß er ſchon einmal wach geworden, als der Tag eben unter dem Mantel der Nacht hervor⸗ geblinzelt, daß eine Muſik von Jagdhörnern ihn geweckt, die vielleicht die ſpätfrühe Heimkehr des Schloßherrn an⸗ gekündigt, daß er jedoch über dem Gemurmel ferner Stim⸗ men und dem dumpfen Geräuſch im Schloſſe unter ihm wieder entſchlummert ſeyn müßte. Er griff über den Rand des Bettes hinab nach dem Ohrzipfel des Gascogners, und der Gezupfte ſtarrte ihn ſogleich aus weitaufgeriſſe⸗ nen Augen an und ſtand dann mit Einem Satze kerzen⸗ grad im Zimmer, ſich wie vorher der Herr auf die Er⸗ eigniſſe beſinnend, welche ihn in ſolche ungewöhnliche Lage gebracht. Es blieb jedoch den beiden Nachtgefährten we⸗ nige Zeit, ſich zu verſtändigen, denn man klopfte bald nach ihrem Erwachen an die Thüre, und der junge Schloß⸗ diener lud den Ritter im Namen des Herrn von Eſen⸗ heim zum Frühſtück.
Neugierde und neben ihr eine innere Unruhe und ein Gefühl von Beklemmung, denen er keine beſtimmte Ur⸗ ſache zu geben wußte, hießen ihn ſeine Toilette beſchleu⸗
nigen, und bald trat er unten in den Geſellſchaftsſaal
ein, wo ihn der Schloßherr neben einer wohlbeſetzten Tafel erwartete. Herr von Eſenheim ſchien ihm in den drei Jahren weit älter und ſehr häßlich geworden, ſein Haar hatte an Dünne und Weiße zugenommen, ſein Rücken hatte ſich mehr gebogen, und dagegen war als Erſatzgabe für die Abnahme ſein faltiges Geſicht mit einer Unzahl rother Rubinknötchen beſetzt worden, welche ihm ein widerwärtiges, unheimliches Anſehen gaben.


