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des treuherzigen Baptiſts zu unterbrechen, der neu be⸗ lebt ſchien durch des Herrn ſchützende Gegenwart. Als der Knecht pauſirte, ſchüttelte er lächelnd ſeinen Kopf und ſchlug ſpöttiſch mit leichter Hand dem erſtaunten Burſchen vor die Stirne. Armer Tölpel, ſagte er dazu, Dein Meiſterſtreich mit dem Riegel hat Dich um ein Glück gebracht, um welches alle Pagen im Louvre Dich be⸗ neidet haben würden, und der König ſelbſt hätte es viel⸗ leicht nicht verſchmähet, Dir Deinen Platz mit einer Hand voll neugeprägter Louis abzuhandeln, wär's möglich ge⸗ weſen.— Baptiſt ſtarrte ihm neugierig in's Geſicht, doch ſchnell wieder ernſt werdend, befahl Melac dem Diener, ihn zu entkleiden, und legte ſich ohne weitere Erörterung zu Bett, vergönnte jedoch dem Gefährten, vor ſeinem Lager auf dem Fußboden von den Reiſemänteln ſich eine Ruheſtätte zu bereiten, und bekümmerte ſich weiter nicht darum, wie der Sorgſame den Tiſch vor die Thüre ſtellte als eine Schanzwehr, den entblößten Degen neben das Bett lehnte und die Kerze brennen ließ. Melac hatte längſt die Augen zugedrückt, wovon er jedoch träumte, verrieth dem lauſchenden, im Nachregen des beſtandenen Wetters unruhigen Diener kein ungetreuer Geſichtszug.
Eine freundliche Sonne ſtrahlte in die Fenſter, als Melac erwachte; neben dem Bett auf dem Eſtrich ſchnarchte Baptiſt mit unmelodiſchen Tönen und ſchien ſattſam im Tageslicht nachzuholen, was ſeine mitternächtige Geſpen⸗ ſterfurcht ihn hatte verſäumen laſſen, und ſelbſt der Che⸗ valier hatte Mühe, in dauernder Schlaftrunkenheit ſich ſogleich alles Deſſen wieder zu erinnern, was ihm in


