Teil eines Werkes 
16 (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

machen, um dem jämmerlichſten Sohn der tapferſten am Provinz eine gute Nacht zu bereiten, aber die Fleder⸗ cht maus oder das Käuzchen⸗ welches ich, an meinen Degen

ei⸗ geſpießt, aus dieſem Feldzuge mitbringe, ſollſt Du un⸗ eil gebraten verzehren, ſo wahr ich eines Melacs Sohn as mich nenne. Und raſch ergriff er eine der Kerzen mit je⸗ der linken Hand, ſeinen Degen mit der rechten, ſtieß nk den armen Burſchen, der nach ſeinem Aermel faßte, zu⸗ ch rück, und ſchritt ſo ſchnell in den Gang hinaus, daß er rte nur noch von ferne die Stimme des Verlaſſenen ver⸗ ie nahm, welcher jammernd rief: Kehrt zurück, lieber Herr! is O⸗ wenn Ihr nicht wiederkämet, hätte der Baptiſt Eure vo arme Seele auf dem Gewiſſen und würde hier allein in 8 der langen Nacht ebenfalls am Herzbruch ſterben ohne d Beichte und Abſolution. 3 r, Melac ſetzte ſeinen Marſch ohne Anfenthalt fort, war t, ihm doch jeder Winkel im Schloſſe, auch jenes Thurm⸗ gemach, welches die ſchönſte Ausſicht in das Land ge⸗ 1 t, währte und wo Aurora ihre Wohnung gehabt, bekannt. n Er fand es ſogleich, an der offenſtehenden Thüre es er⸗ ch kennend, und leuchtete, ehe er eintrat, die Wendeltreppe 2 ch hinab, die dicht daneben in die unteren Thurmzimmer le führte. Alles blieb todtenſtill, und nachdem er jetzt das 0 Gemach ſelbſt durchleuchtet, mit dem Degen unter das 6 . Bett geſtoßen, einen Schrank geöffnet und nichts Ver⸗ 1 dächtiges vorgefunden, auch als er lange ſchweigend ge⸗ e horcht, keinen Ton vernommen, ausgenommen einen Eu⸗ , lenſchrei außen und den Schnabelſtoß des Nachtvogels ſt gegen das Fenſterglas, ſo ſchritt er wiederum zur Thüre,

um den Rückmarſch anzutreten und den albernen Bur⸗ 6 ſchen zu ſeinem Bett zurückzufuchteln; da hörte er ein n Hüſteln, welches von unten ſchallte, und ſchnell ent⸗