der Matte wie ein angeſchoſſener Eber, und verſuchte mit wuthglühenden Blicken ſich emporzurichten, aber die Schwäche zog ihn zurück. Blutiger Schaum färbte ſeinen Mund vei jedem ſeiner kurzen, aber ſchnellen Athem⸗ züge. Schafft ſie weg! röchelte er in Abſätzen. Hier das dem Grabe entſteigende Geſpenſt! Dort oben den Paolo, der mich zu würgen beginnt! Fort! tragt mich in's Schloß! Soll ich euch zermalmen, ihr Hunde? In mein Schloß ſollt ihr mich tragen! Seine Stimme ſtieg zu ſolch fürchterlichen Tönen, daß die erſchrockenen Diener ohne Widerwort ihn aufhoben und durch den Wald weiterſchleppten.
Das ganze Schloß am Ornano kam in Aufruhr, als durch die Höfe die Nachricht zu den Gebäuden hinauf⸗ lief: der General ſey todtwund hereingebracht und liege unten im Gaftflügel unter den Händen des Wundarztes. Die alte Baronin ſandte den Ritter Prosper hinunter, Kunde einzuholen und das Nöthige zu verfügen.
Nicht ohne Grauen näherte ſich der Ritter dem Bett, auf welchem der ſchreckliche Kriegsheld, deſſen blutige Rieſengeſtalt noch im Sterben furchterregend blieb, nie⸗ dergelegt worden. Sampietro's Augen richteten ſich ſo⸗ gleich ſtarr auf den Eintretenden. Wie iſt's mit ihm? fragte Prosper ſcheu. Der Wundarzt zuckte unmerklich die Achſel. Seht nur her, Junkerchen, entgegnete Sampietro mit hämiſcher Miene, iſt's auch das erſte Mal, daß Ihr Heldenblut zu ſehen bekommt. Der Baßtelika liegt macht⸗ los da, der Schatten eines Mannes, und Genua ſteht noch! Verdammter Meuchler, den die Krämerſeelen be⸗ ſoldeten! Aber Baſtelika ſtirbt nicht ſo leicht; er hat mehr Blut wie das ſchwarze Wild der Wälder. Er wird er⸗ ſtehen, und dann Wehe über Sodom und Gomorra.


