Teil eines Werkes 
15 (1843)
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Die Pflicht macht die Stunden koſtbar. Ich kam nur, zu forſchen nach der Verwaltung meines Eigenthums. Was Ihr geſammelt an Geld, was das Erbe des Ba⸗ rons an Koſtbarkeiten umfaßt, müſſen wir niederlegen auf dem Altar des Vaterlandes. Was in den Dörfern und Hütten unſerer Herrſchaft die Waffen zu tragen ver⸗ mag, werde aufgeboten, bewaffnet aus den Rüſtkammern unſeres Schloſſes. Wir werden die Vettern des Hauſes Ornano bevollmächtigen, ſich an die Spitze der Legion dieſer Thäler zu ſtellen, und ſie mit Eile nachzuführen zu dem Platze, wo wir unſere Fahne aufzupflanzen ge⸗ denken.

Eine heftige Bewegung ward während der ſtolzen Rede bei der alten Edelfrau ſichtbar. Unſer Schloß? Unſere Herrſchaft? fragte ſie mit ſtolzem Hohne.

Führe ich nicht Euren Namen neben dem meinigen? Trage ich nicht das Pergament bei mir, das mich zum Sohne, zum Erben des Barons gemacht? fragte er über⸗ raſcht zurück.

Die weiße, dürre Hand der Baronin erhob ſich lang⸗ ſam und deutete auf ein lebensgroßes Wandbild des Schloßherrn, und Baſtelika's Blick folgte wie gezwungen der geſpenſtiſchen Bewegung. Erkühnt Ihr Euch, den da anzuſchauen, und vor ihm Eure Anſprüche zu wieder⸗ holen? ſprach ſie mit dumpfem Tone. Fürchtet Ihr nicht, daß er von der Wand herabſteige und frage: Was haſt Du gethan mit meinem größten Schatze, den ich Dir un⸗ bedacht in die glühenden Molochsarme geworſen? Ihre Stimme hob ſich allmälig bis zum grellſten, zerſchnei⸗ denden Tone. Hinaus aus den Mauern, wo ich Herrin bin und bleiben werde, ſo lange ein Blutstropfen mein ſchmerzgebrochenes Herz bewegt. Hinaus, ehe Vaterfluch