Teil eines Werkes 
15 (1843)
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Er wird kommen, er wird mich zum zweiten Male ermorden! kreiſchte Vanina, der Ohnmacht nahe.

Die Baronin hielt ihr Kind feſt und aufrecht in den Armen. Ruhig, meine Tochter, ſagte ſie gefaßt; unter den Flügeln der Henne iſt das Küchlein ſicher. Der blut⸗ gierige Marder müßte die Mutter vor dem Kinde zer⸗ fleiſchen.

Luciano trat raſch ge Len die Thüre hin. Die Ne⸗ meſis ſelbſt peit ſcht d. n Tiger heran in den Verſchluß dieſer Mauern, r 6 heftig. Nur über meinen Leich⸗ nam ſoll er zu Euch d ingen können! Aber ich meine, r wird den Ausw nimmermehr wieder ſuchen dürfen.

Luciano! Was gepit⸗ ß Du? jammerte Vani

Befehlet, daß ich die Jäger zuſammenrufe! rief Pros⸗ per am Fenſter.

Ruhig! gebot nochmals die beſonnene Parp iin. Wollt Ihr ſelber in der Furcht des Augenblicks verrathen, was wir ſo lange glücklich verbargen? Wer weiß im Lande, wer im Schloſſe ſelbſt von Vanina's Leben? So lange ihr Todfeind lebt, muß ſie für eine Todte gelten. Und, Luciano, auch Du ſollſt ihm nicht begegnen. Geleite die Frauen zuruͤck in das Verſteck des Thurmes, verwahret die Thüre, und verlaſſet den Ort nicht, bis ich ſelbſt Euch die Erlaubniß bringe.

Ihr wollet ſelber ihm entgegentreten, Signora? fragte Prosper mit Scheu.

Waget Euch nicht, Mutter! Seine Nähe iſt Tod! klagte Vanina.

Bin ich nicht Herrin hier? ſprach die Baronin mit Verwunderung. Sind dieſe Mauern, dieſe Pfeiler nicht meine Schirmer? Bin ich nicht dazu ein Weib, eine ſchwerbeleidigte Mutter, und er, iſt er nicht ein Frevler,

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