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Genua legen, ſobald ein Heer meines Königs auf Kor⸗ ſika gelandet.
Wo iſt Euer Eheweib? Wo die ſchöne Korfſin? fragte ſcharf der König.
Sie iſt zu Haus, wo ſie hingehört, und iſt wohl aufgehoben! antwortete Baſtelika mit finſterem Geſicht und gerunzelter Stirne.
Das Parlament von Aix hat uns berichtet; einige Eurer eigenen Leute ſelber klagen Euch einer Unthat an, die wir kaum zu glauben vermögen, fuhr der König fort. Könnet Ihr Euch rechtfertigen?
Sampietro warf ſtolz ſeine Blicke umher. Dort ſehe ich den Herzog von Guiſe, der in unſerer Gegenwart die Füße der Majeſtät mit Blut befleckte, ſagte er kalt. Auch hörten wir nicht, daß Villequer, Eures Bruders Liebling, eine Wohnung in der Baſtille bezogen, obgleich er ſeinem ſchwangern Weibe im Louvre ſelbſt für Un⸗ treue den Tod gab. Seit wann miſcht ſich mein König in die Kriege, welche ſeine Unterthanen im Schlafgemach führen? Und kümmert meinen König oder den Staat das gute oder ſchlimme Verhältniß des Sampietro mit ſeiner Frau? Er riß ſich ſein Bruſtwamms auf. Hieher richte ſich des Königs Auge, hieher, auf Kopf, Stirn und Wangen: dieſe Narben ſind Sampietrv's Geſchichte, wie ſie der Monarch zu leſen hat. Was ſelbſt noch übrig von ihr, hat Sampietro bei einem andern Herrn zu vertreten.
Alle Hofherren wichen entſetzt zurück vor der nie ge⸗
hörten Frechheit des rauhen Kriegers. Der König ſelbſt verſtummte einige Augenblicke. Er mußte den verruchten, verklagten Ankläger ſchonen, denn die Gräuel an ſeinem Hofe hatten wahrlich alles Maß überſchritten, und in


