Teil eines Werkes 
15 (1843)
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und mußte in einem Dorfe Halt machen. Aber auch hier beugte der Körper den Geiſt nicht. Er behielt nur den Reger bei ſich, vertraute dem Hauptmann Maleſpina die Depeſchen an den König, und befahl ihm, mit ſeiner Dienerſchaft ohne Aufſchub die Reiſe nach Paris fortzu⸗ ſetzen. Nie war ein Befehl des ſtrengen Herrn freudiger empfangen worden, denn auch den roheſten der Leute hatte ein heimliches Grauen erfaßt; ſie ahneten, was geſchehen, obgleich Keiner wagte, die Ahnung auszu⸗ ſprechen. Rur ein alter Soldat darunter ſagte leiſe beim Fortritt zu ſeinem Nachbar: Es iſt gottesläſterlich und unerhört unter Chriſten, dem armen Pasqual nicht ein⸗ mal ein Bett in geweihter Erde zu geben. Zum Henker mit ſolchem Dienſte! Ich mache mich davon in der Haupt⸗ ſtadt, denn ich mag nicht theilen, was Den erwartet.

Still, Dominik! war die Antwort. Der da vorn reitet, iſt nur ein kleinerer Höllenbrand als der General, ſcheint auch der Herr ſeit ſeinem Verkehr mit dem Heiden⸗ volke ſeinen Chriſtenbund völlig abgeſchworen zu haben.

Kaum eine Woche nach der Ankunft ſeiner Leute traf General Baßtelika völlig hergeſtellt und der Alte in der Königsſtadt ein, und ſein erſter Gang war zum Audienz⸗ ſaale Karls des Neunten. Der junge König ſchien ent⸗ ſetzt vor ſeinem Anblicke und erhob ſich mit Heftigkeit gegen ihn.

Ihr ſeyd ein kühner Menſch, Baſtelika, ſprach er un⸗ willig, daß Ihr ungemeldet des Königs Auge mit Eurer Erſcheinung zu beleidigen wagt.

Sampietro's Blick hielt ernſt und feſt den des Mo⸗ narchen aus. Was ich bringe, was ich errang, mag die Kühnheit vertreten. Barbaroſſa mit dreißig Segeln kreuzt bereits in Neapels Gewäſſern, und wird ſich vor

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