Teil eines Werkes 
15 (1843)
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ſeiner Degenſcheide Chiffern in den Sand; er bückte ſich an der Terraſſe und ſammelte einige Veilchen, die ver⸗ ſteckt in dem Kraute dufteten, und betrachtete dieſe wie⸗ derum lange und wie mit feuchten Augen. Die Herrin hatte ſich ſchon auf die Blümchen gefreut, als die ſchnelle Reiſe kam! ſagte Pasqual; da erklang fern der mäch⸗ tige Hammer an der Pforte wieder und wieder und immer ungeſtümer.

Das iſt ein ungeduldiger Gaſt! rief der Pförtner. Herr, das Wetter iſt über uns. Schaut, wie der Sturm die Linden faßt! Es fallen ſchon große Tropfen. Tretet dort auf die Terraſſe unter den Vorbau der lkleinen Treppe; ich kehre ſogleich zurück. Nun, ſchlägſt Du die Pforte in Stücken, werde ich Dir die Tiſchlerrechnung auf den Rücken ſchreiben, Du ungeſtümer, ungezogener Klopfer, welcher zu glauben ſcheint, der Pförtner ſey ein geflügelt Thier, und der Schlüſſel ſey der ſechste Finger ſeiner Hand! Der arme, gutmüthige Burſche ahnte nicht, daß ſein Humor und ſeine unſchuldigen Scherzworte ſo ſchnell ein Ziel finden ſollten.

Die Flügelpforte ſtand weit geöffnet, und mit tödt⸗ lichem Schrecken fuhr Pasqual zurück, denn Baſtelika, ſein Herr, ſchritt herein. Schlaftrunkenes Murmelthier, donnerte die bekannte Rieſenſtimme und die wilde Fauſt ſtieß des Dieners Bruſt, den Eingang verſagſt Du Dei⸗ nem Herrn, aber den Ausgang erlaubteſt Du ſeinen Feinden? Nimm den Verrätherlohn! Und blitzesſchnell ward die breite Klinge bloß und der Stahl fuhr durch den Leib des unglückſeligen Knechtes.

Was thut Ihr, Sampietro! kreiſchte die zagende Va⸗ nina, welche eben aus der Sänfte hervorgetreten.

Ich palte Gericht! Dieſes war nur das Vorſpiel⸗