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führte dann den Fremden, der alle Gegenſtände genau zu muſtern ſchien, durch Gänge, Säle und Zimmer und bemühte ſich, da er zum erſten Male dieſes Geſchäft trieb, durch Zungenfertigkeit der Zunft der Cicerone Ehre zu machen, merkte aber bald, daß der ſeltſame Fremd⸗ ling verſchloſſene Ohren hatte und ſein Geplapper un⸗ beachtet ließ, ſo beweglich ſeine Augen auch die zer⸗ ſtörte Ordnung der Möbeln, die nachläßig offenſtehenden Schränke und leeren Spinden betrachteten. Ein kurioſer Kauz! Vielleicht durch eine Kanonenkugel taub geworden! flüſterte Pasqual heimlich. Will er nichts hören für ſeinen Silberthaler, ſpare ich die Mühe und laſſe ihn gaffen, als ſähe er Wunderbilder an den kahlen Wänden. Nur als Pasqual Vanina's Zimmer mit dem Ausruf: das Cloſet unſerer edeln Frau! öffnete, kam eine höhere Lebendigkeit in den ſtummen Fremden. Mit einem tiefen Seufzer ſetzte er ſich in den Polſterſtuhl, der mitten in dem Zimmer ſtehen geblieben; er ſtrich mit bebender Hand über eine Harfe, die im Winkel ſtand und ſeiner Frage mit einer grellen Disharmonie antwortete; er hob mehrere Reſtchen von Bändern, Federn und dergleichen Sächelchen auf, die bei dem flüchtigen Einpacken ver⸗ loren gegangen, betrachtete jedes aufmerkſam und ließ es dann wieder aus den Fingern gleiten. Zuletzt lehnte er lange am Fenſter, und ſagte dann auf einmal leiſe: In den Garten! Pasqual faßte ſich an die Stirne und murmelte mitleidig: Es mangelt ihm das Beſte! Freund⸗ lich leitete er ihn dann zurück durch das Haus und durch ein Seitenpförtchen in den Garten. Lebhafter noch als oben wurde hier des Fremden Benehmen. Er durchlief ſaſt die Gänge; er ruhte aus auf jedem Steinfitze, in jeder der noch ſchattenloſen Lauben, und zeichnete mit


