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kende zu einer Sänfte, und ritt neben dem Maulthier⸗ treiber her, das in Angſt vergehende Weib auf dem meilenweiten Wege keiner weiteren Anfrage würdigend. Was in dieſen Stunden die Verlaſſene in ihrem engen, verſchloſſenen Behälter gelitten, vermag nur ein weib⸗ liches Herz auszumalen. Was ſtand ihr bevor? Ihre verworrene Phantaſie konnte glücklicher Weiſe das Gräß⸗ lichſte ſich nicht vorbilden, denn ſie wußte nicht, welcher Vulkan in der entmenſchten Männerbruſt ſiedet, und rückſichtlos, iſt ihm ein Ausbruch vergönnt, in Zerſtörung nur ſein Erlöſchen findet; ſie wußte nicht, daß der Mann, wenn Leidenſchaft ſich ſeiner Sinne bemächtigt hat, dem Teufel verwandt wird. Selbſt als die Sänfte vor einem Abſolution in dem Gotteshauſe zu erbitten, ahnete ſie nichts, freute ſich vielmehr der geiſtigen Stärkung, und es erwachte kein Gedanke in ihr, den Schutz der frommen Väter gegen ihren Thrannen in Anſpruch zu nehmen.
Auf der Steinbank vor Baſtelika's Hauſe ſaß Pas⸗ qual, der Pförtner, und ſchaute nach den ſchweren Wol⸗ ken, welche vom Meere her gegen die Stadt herauf⸗ zogen, und ſich immer dichter und ſchwärzer aufthürmten und zuſammendrängten. Er murmelte dabei vor ſich hin: Das läßt ſich an wie ein tüchtiges Wetter in den Hunds⸗ tagen, und wir ſind doch noch ſo früh im Jahre. Nun, man hat das wohl, junge Dirnen keifen und der Mai⸗ mond blitzt zuweilen zur Veränderung; aber den Herr⸗ ſchaften auf dem Meere wird's ſo wenig angenehm ſeyn, wir mir in dem alten, leeren Steinbau. Ein Stoßge⸗
Blumenhagen. RV. 32


