Teil eines Werkes 
15 (1843)
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König, der im Gedränge ſeiner Höflinge eben in das Freie heraustrat.

Ihr wollet uns ſchon Eure Dame entführen, tapferer Ritter fragte er unwillig, und unſer Mundſchenk hat Euch ſelber noch keinen Willkommensbecher kredenzen kön⸗ nen? Was würde unſere hohe Mutter dazu ſagen, hätten wir uns ſolcher Vernachläßigung gegen ihren wackern Landsmann ſchuldig gemacht? Nein, General, wir neh⸗ men Eure Dame in Anſpruch zum nächtlichen Ball, und werden ſie in eigener Perſon ſogleich zum Feuerwerk ge⸗ leiten. Morgen, wenn wir aufbrechen, möget auch Ihr dieſem Paradies ſeine ſchönſten Zierden entführen.

Der König hatte noch nicht ausgeſprochen, Sampietro ſeine ehrfurchtsvolle Verneigung noch nicht beendet, ſo ſtürzte ein junger Ritter flüchtig, bleich wie die Furcht, den zerbrochenen Degen in der Hand, über den Platz, und ſuchte ſich zwiſchen dem Gedräng zu bergen, ohne den Reſpekt gegen des Königs Perſon darzuthun. Und ein anderer Bewaffneter, in welchem man den jungen Her⸗ zog von Guiſe erkannte, war in gleicher Erhitzung, doch Zorn und Wuth ihr Quell, dem Flüchtigen dicht an der Ferſe, erreichte ſein Opfer wenige Schritte von der Ma⸗ jeſtät, und ſtieß ihm das blanke Schwert in den Nacken, daß das warme Blut Vanina's Schleier beſpritzte und ſie mit einem Todesſchrei an des Gattin Seite niederſank. Alles wich entſetzt von dem Könige, dem Mörder und der zuckenden Leiche zurück. Mord in unſerer Gegenwart! rief der König zornig aus. Guiſe warf ſeinen blutigen Degen zur Erde und beugte das Knie: Er beleidigte die Ehre meiner Dame, meine Ehre, Eure Ehre, Sire, er läſterte die Kirche! ſtammelte der Mörder faſt athemlos. Welcher Eurer Ritter könnte dabei eine ſtille Hand be⸗