Teil eines Werkes 
15 (1843)
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Schatzkammer und ſeinen Harem mit ſchöner Beute be⸗ reichern zu dürfen?

Die Ungläubigen wollet Ihr aufrufen gegen Chriſten⸗ brüder? Wollet ſchon wieder Euer Weib verlaſſen, das kaum Eurer froh geworden? klagte Vanina ſchmerzlich bewegt.

Die Hölle zu bezwingen, wirbt man am ſccherſten die vöſen Geiſter ſelbſt zu Bündnern, lachte Sampietro auf. Und des Kriegers Weib darf vor dem Frieden nicht über Trennung jammern. Höret, Vanina, wenn ich voraus wüßte, Alles, was ich gethan, würde nutzlos bleiben, wenn ich wüßte, mein Schickſal würde daſſelbe ſeyn des bel Mes- sere, des ſchönen Grafen Heinrichs, des Wohlthäters Korſika's, den ein Meuchler erſchoß, deſſen ſieben Söhne man in einen Brunnen ſtürzte, ich müßte dennoch thun wie jetzt, denn ich habe in einer ſchrecklichen Nacht ge⸗ ſchworen, was Hannibal ſchwur. Und was ſind ein Paar Monate Winterszeit, wenn man des kommenden Früh⸗ lings gewiß iſt? Ihr werdet in meinem Hauſe zu Marſeille ſicher harren, bis ich kehre, und fröhliche Traumbilder dürfen Eure Einſamkeit mit tröſtenden Geſtalten bevöl⸗ kern, denn kehrt Euer Gemahl von dieſer Reiſe, ſo bringt er Euch nicht einen ſchlichten Siegerkranz, nicht den Erſatz für Euer geraubtes Erbe, nein! er bringt eine Krone und legt ſie ſeinem Abgotte zu Füßen.

Mit einer grotesken Galanterie küßte er die Hand der bewegten, verwirrten Frau, und führte ſie mit ſtolzen Geberden durch die Reihen der Hofleute, die ſich nach und nach in der Gallerie geſammelt.

Doch ihr Gang zu dem Flügel, wo man den Damen ihr Logis angewieſen, ward unerwartet unterbrochen. Im Hofe des weißen Roſſes trafen ſie auf den jungen