Teil eines Werkes 
15 (1843)
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486 General zog ſie vertraulich an ſeine Seite. Die Majeſtät hätte vielleicht höhere Freude verſpürt, wäret Ihr noch gehorſamer geweſen; doch dafür ſchirmte Euch der Name Baſtelika, entgegnete er milder. Beruhigt Euch: ich kenne jeden Eurer Schritte und bin mit Euch zufrieden.

Und wo verließet Ihr den Vater? fragte ermuthigt, doch nicht ohne Vorwurfston die Dame.

Erinnert mich nicht daran, Vanina, verſetzte er mit der vorigen Barſchheit. Der heilige Vater konnte nur mich löſen, denn er miſcht ſich nicht gern in fremde Po⸗ litik, und Ornano gilt ihm Gott verdamm's! für Genua's Unterthan. Aber dieſe Fauſt iſt frei, und ſo ſoll der alte Herr auch nicht lange mehr an Genua's Tiſche ſein verſalzenes Gnadenbrod ſpeiſen. Sie haben mich herausge fordert, dieſe lumpigen Seidenhändler, und bei Sanct Sebaſtians Lanze! ſie ſollen nicht lange warten. Des Königs Wort iſt mein. Schaffe ich eine Flotte der Ungläubigen herbei, ſo ſoll zur ſelben Zeit eine franzö⸗ ſiſche Armee Korſika's Ufer ſäubern von dieſem Unge⸗ ziefer. Die Zeit iſt eine koſtbare Waare, man darf ſie nicht alt werden laſſen. Darum iſt es wacker, daß Ihr als mein treues Gemahl mich erinnert habt, ſie nicht zu vergeuden. Auf, Maleſpina, laſſet die Saumroſſe be⸗ reiten, unſere Thiere ſtehen noch geſattelt. Werft euch in die Reitkleider, ihr Frauen, denn noch dieſe Nacht geleiten wir euch nach Marſeille, und nach kurzem Wei⸗ len wird der flüchtigſte Segler mich nach Stambul tragen, um von dem Sultan Selim ſeine Seemacht und ſeinen Haradin Barbaroſſa zu erbitten. Was gilt's, der bärtige Muſelmann wird uns nicht lange flehen laſſen, wenn die Gelegenheit winkt, ohne Widerſtand ſeinem wilden Volke auf fremder Küſte Siegesfeſte zu bereiten, und ſeine