Teil eines Werkes 
15 (1843)
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die geringſte Schmach auf den Namen Ornano brin⸗ gen; und wäret Ihr nicht ſelber dieſem Namen ver⸗ wandt, wäret Ihr nicht erzogen in ſeinen Tugenden, bei meiner Schutzpatronin, ich müßte Allem, was Ihr grau⸗ ſam und unzart zu Sampietro's Gattin geſprochen, eine unedle Abſicht unterlegen.

Der junge Ritter zuckte krampfhaft zuſammen, ſein Geſicht wurde noch bleicher und ſeine Lippen zitterten, in⸗ dem er ſich vor Vanina langſam auf ein Knie niederließ und ihr Gewand an ſeinen Mund preßte. Gott ſchütze Euch! ſprach er halblaut. Ich reiſe heute noch nach Poiton zum Herrn Ludwig von Bourbon, um Erlöſung von einem Schmerz zu ſuchen, für den es keinen Balſam gibt auf der weiten Erde. Dieſes Lebewohl iſt ein Lebewohl für immer. Begegnen wir uns dereinſt an einem Orte, wo die Augen klarer ſchauen, wo die Herzen offen daliegen im Angeſicht des höchſten Richters und ſeiner Seligen, möget Ihr entſcheiden, ob Ihr gut gethan, die feſteſte Treue zu mißhandeln. Euer Bild wird mein letzter Traum, Euer Name das letzte Wort ſeyn, wenn ein Ketzerſchwert mir Erlöſung bringt.

Ein lautes Getümmel von ſtarken, heftigen Stimmen näherte ſich aus einem Seitengange. Luciano erhob ſich, ſchlug den Mantel über ſein Antlitz und verſchwand im Schleier der Abenddämmerung zwiſchen den Pilaren. Was haſt Du gethan, Vanina? Welch' ein Herz haſt Du von Dir geſtoßen? klagte Eugenie, ſich zu der Freundin neigend; dieſe aber erhob ſich lebhaft und rief: Dieſe Stimme kenne ich! Gelobt ſeyen die Heiligen, es iſt unſer Herr, es iſt Sampietro!

General Baſtelika ſchritt wirklich, von Prosper Amon⸗ daſchi geführt und von Maleſpina begleitet, klirrenden,