Teil eines Werkes 
15 (1843)
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tigkeit; um ihn, den Genua als ſeinen Todfeind betrach⸗ tet, leiden wir Alle, und er wird, wie man ſprach, uns in der Schlinge laſſen, in die ſeine Unbeſonnenheit, ſeine Banditen⸗Keckheit uns verlockte. Das Gerücht ſagte: der Papſt zu Rom habe ſih für ihn verwendet, habe Genua mit dem kirchlichen Bannſtrahle gedroht, wenn es den General der Kirche nicht augenblicklich losgäbe. Man ſagte ferner: das ſchlaue Genua habe nachgegeben, und der ehrwürdige Baron würde allein Bürge bleiben müſſen für Korſika's Frieden und für die Ruhe dieſes Sampietro ſelber, der das goldene Pallium des hei⸗ ligen Vaters in feigherziger Liſt zur rettenden Schanze gebraucht.

Kaſakoni, redet anders von meinem Herrn! fiel Va⸗ nina unwillig ein.

Wahrheit iſt die Tugend des Korſen, fuhr der junge Mann erbitzter fort; ſelbſt Euer Zorn konnte mich nicht bewegen, ihr abtrünnig zu werden. Nein, Vanina, und wenn Ihr mir mit einem Schwure bei den heiligen eilf⸗ tauſend Jungfrauen verſichertet, Ihr liebtet dieſen Baſte⸗ lika, ich würde Euch keinen Glauben ſchenken. Kein Tropfen Blutes in Euren Adern iſt dieſem Manne ver⸗ wandt, und gleiche Geſinnung ſoll ja die Schöpferin der Liebe ſeyn. O! warum war meine Liebe eine ſolche ſchüchterne Taube? Warum band die Ehrfurcht meinen Mund? Warum hoffte ich auf den Himmel und meinte, er müſſe der frommen, ſtillen Liebe Schützer ſeyn und ſie zum Ziele bringen? Gleich dem Habicht hätte ich ſtoßen müſſen auf den Raubz frech, roh und gierig wie der Soldat in der erſtürmten Stadt, hätte ich die un⸗ reine Fauſt ausſtrecken müſſen nach dem unentweihten Kleinod, es gewaltſam forttragen müſſen gleich dem