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Schickſale erfuhr. Die ganze Chevalerie von Paris, Jeder, dem ſein Rang die Keckheit eines Zudrängers ohne Anfrage erlaubte, jeder Fant, der ſich aus dem Spiegel den Glauben der Unüberwindlichkeit auf dem Felde der Galanterie geholt, beſtürmte das Palais des Marquis von Chateaugriſe, um in die Nähe der ſchönen Korſin zu kommen, welche in wenigen Wochen Braut, Gattin und halbe Wittwe geworden. Die ſonderbare Leibgarde, die man in ihrem Vorzimmer traf: die jungen, kräftigen Bergſöhne in ihrer maleriſchen Natio⸗ naltracht, dem braunen, kurzen Rocke, den ſcharlachrothen Unterkleidern, der korſiſchen dunkeln Mütze, mit rothem Fries gefüttert, die einem trojaniſchen Helme ähnelte, links am Gurt die Piſtole hangend, rechts darin der Dolch, und über der Schulter die Flinte, mit den ern⸗ ſten, braunen Geſichtern, mit den blitzenden kühnen Au⸗ gen und muskelvollen Gliedern, verlockten auch die Pariſer Damen, Theil an den Beſuchen zu nehmen, obgleich nach wenigen Tagen in ihren Zirkeln, wenn von der Schön⸗ heit Vanina's ein junger Fant ein preiſend Wort be⸗ gann, es zur Tagesordnung ward, die Geſchmackloſigkeit der ſchwarzen italiſchen Frauentracht, die ſteife, ländliche Unbehülflichkeit der Inſulanerin kritiſch zu beſprechen, und als Refrain der Spottname: die Prinzeß aus den Schneebergen, von einem lächelnden Munde zum andern lief. Maleſpina führte ſeinen Schützling bei Hofe auf und der galante König Charles ſchien betroffen, dann entzündet, dann entzückt bei ihrem Anblicke. Die Damen zitterten, aber Vanina's gleichmäßiges Benehmen erlöste ſie in kurzer Zeit von ihrer Furcht. Der Hof erwies der Gemahlin des tapfern Generals jede Ehre, und auf Ma⸗ leſpina's Zureden erſchien ſie bei den Feſten.
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