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dieſe Theilnahmloſigkeit ängſtigte zuletzt die bewegliche, lebensfrohe Freundin, weil ſie ſolche für Krankheit, für geiſtige Erſchöpfung zu halten verleitet wurde. Baſtelika's Haus in der Straße Paradies war ein altes, bedeutendes Steingebäude. Die öden Vorplätze, die düſtern Zimmer, die kühlen Mauern ſagten der an freie Bergluft gewohnten Geſellſchaft, ſagten ſelbſt der in ſich verſenkten Vanina nicht zu, ja dieſe äußerte, als ſie mit der Freundin den weitläufigen, verwilderten Gar⸗ ten am Hauſe durchſtrich, daß ſie in dem kalten Hauſe im Augenblicke des Eintritts von einem eigenen Grauen befallen worden, dem ſie nur entgangen, als ſie aus ihrem Zimmer durch das anſtoßende Cabinetchen eine ſchmale Treppe zum Garten entdeckt, und auf der Ter⸗ raſſe, auf welcher die Stiege ausgemündet, ſich der vollen Sonne preisgegeben hätte. Beide Damen fügten ſich deßhalb gern in die Meinung des Hauptmanns Male⸗ ſpina, ſich nach wenigen Ruhetagen auf die Reiſe nach Paris zu begeben, und am Throne des Königs perſön⸗ lich die ſchleunigſte Hilfe gegen die Gewaltthätigkeiten Genua's zu erflehen. Aber auch die lieblichen Fluren, welche die Rhone durchſtrömt, gewannen der Korſin kein Lächeln ab, und der Hoffnung, welche die beſorgte Eu⸗ genie auf das großartige, bunte Leben der Königsſtadt geſetzt, ſchien ebenfalls keine Erfüllung folgen zu wollen. Die reizende Fremde, von der Natur mit allen Gaben ausgeſtattet, welche der ſinnliche Mann bei dem Gegen⸗ ſtande ſeiner Neigung ſucht, und alle dieſe Gaben friſch, kein welkes Blatt in der Blüthe, unverkünſtelt durch die Bizarrerie der Mode, mußte am üppigſten, genußſüchtig⸗ ſten Hofe Europa's kein kleines Aufſehen erregen. Die⸗ ſes Aufſehen ward wärmſte Theilnahme, als man ihre


