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Doch nicht lange, ſo erkalteten die Galanterien gegen die Fremde. König Karl ſagte zum Herrn von Kaſtelnau, der ihm das Hemd reichte: Dieſe kleine Eidechſe iſt ſo glatt und kalt, daß ſie immer aus der Hand entſchlüpft, wenn man ſie eben feſtzuhalten geglaubt. Selbſt als wir der Kleinen bei unſerer Krone zuſchworen, den Ker⸗ ker ihres Gemahls und Vaters zu brechen, und uns nur einen warmen Dank dafür vorbehielten, xührte ſich kein Finger von ihr in unſerer brennenden Hand. Gewalt iſt nicht gut angebracht, denn der Baſtelika iſt ein gar zu wilder Geſell, und ein todtes Marmorbild wärmt überdieß kein Bett. Freuen wir uns denn an ihr wie an einem Gemälde im Pavillon zu Fontaineblau, und wärmen uns an einer lebendigern Bruſt.— La Mole, der kähnſte Liebesritter des modernen Gomorra, flüſterte aber heimlich in einer Fenſterniſche des Louvre der ſchönen Margarethe von Valois zu, die ſpäter ſeinen Kopf vom Schaffot ſich bringen ließ, um ihn zu küſſen und eigenhändig einzubalſamiren: Unſere Schönen dürfen ohne Sorge ſeyn, Hoheit; dieſe entwendet ihnen nicht einmal den jüngſten Fahnenjunker. Es iſt nicht nöthig, für ſie von Nuggieri einen Beförderungstrank zu erhan⸗ deln, oder ihr Wachsbild von der grauen Frau am Montmartre mit Nadeln durchſtechen zu laſſen. Der ſtärkſte Liebestrank würde in dieſer Alabaſterbüſte un⸗ wirkſam verbleiben, und ich möchte ſchwören, der Goliath Sampietro habe ſie aus Mitleiden in der Brautnacht allein gelaſſen, denn ſie verſteht nicht ein Wort von dem, was das jüngſte Pariſer Blumenmädchen ohne An⸗ ſtoß zu beantworten weiß.— So haſt Du unerſättlicher Lecker auch Deine Zeit an der Schneeprinzeß verſchwen⸗ det? lächelte die Königsſchweſter. Sie iſt ein Gänschen,


