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Gott und die Heiligen ſind überall und ſchirmen die Unſchuld! ſprach die alte Baronin, ſtark ſich erhebend und ihr Kind zu ihrer Bruſt heraufziehend. Mein Platz iſt hier, bis mein Herr mir Botſchaft ſendet. Ich werde wachen und um ihn ſorgen, ſo wie es die Mutter des Göttlichen, die auch am Fuße des Kreuzes gelitten und gerungen, mir eingeben wird im brünſtigen Gebet; denn Niemand darf auf Erden den FPlatz verlaſſen, auf den das Schickſal ihn geſtellt, bis er abgerufen.
Laut weinend lag Vanina an dem Buſen der ernſten Frau und ſchluchzte: So dürfen wir nicht einmal mehr theilen das Leid und den Schmerz, die wir ſonſt Alles zuſammen trugen? Das iſt härter, Mutter, als das Uebrige zuſammen!
Eben brach der Tag an. Das tiefe Waſſer des Golfo di Valinko war noch völlig mit Dunkel bedeckt, nur ſeine ſchäumende Brandung ſchillerte manchmal ſilberweiß am hohen Ufer. Etwas nördlicher, gedeckt von der letzten Bergkette, deren Geſtein ſich in das Meer verlief, nicht fern von dem Dorfe Kalveſe, ſchaukelten die Wellen dicht am Lande ein großes Segelboot, und braune, halbent⸗ kleidete Männer beeilten ſich, es zu beladen und zur Ab⸗ fahrt auszurüſten. Fern im Meere ſegelte langſam ein großes Schiff mit franzöſiſchen Farben im flatternden Wimpel nach dem Vorgebirge Kamponoro zu. Der vor⸗ ſichtige Maleſpina hatte dieſen verſteckten Platz zur Ab⸗ fahrt auserwählt, da er der Beſatzung von Ajaccio nicht traute. Sechs kräftige Bergkorſen, unter ihnen der junge Andrea, waren von der Frau von Ornano zum Geleit der Tochter auserleſen worden; dieſe beſchäftigten ſich,
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