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nore Sampietro, fuhr Maleſpina fort, ſey es, was es ſey, alsdann eile auf's Schleunigſte, wenn es Dir irgend möglich, zurück nach dem Schloſſe am Ornano. Sage meiner Gattin, ihr Herr gebiete ihr, ohne Säumniß dieſes Eiland zu verlaſſen, im Hafen von Ajacciv ein Schiff zu beſteigen und nach Frankreich abzureiſen. Mehr als Tod wäre es mir, berührte je eine genueſiſche Hand das Weib Sampietro's. Zu Marſeille wird ſie in meinem Hauſe ein ſicheres Aſyl, an des Königs Hofe den Schutz finden, wenn ſie ſolchen bedürfte. Ich mußte ihm zugleich auf des Schwertes Kreuzgriff geloben, nie von Eurer Seite zu weichen, Signora, bis er ſelber dieſen Platz wieder eingenommen.
Ich ſollte fort von hier, von meiner Mutter? allein in die fremde Welt, und nichts mit mir nehmen als die Furcht um den gefährdeten Vater? Unmöglich, ſolches kann mein Gemahl nimmer verlangen! rief Vanina mit Schrecken und dichter ſich ſchmiegend an die mütterlichen Kniee, wie das weiße furchtſame Kälbchen ſich preßt an die ſchlanke Hindin.
Frau von Ornano legte die Hand auf der Tochter Scheitel. Es iſt Dein Herr, der befiehlt! ſagte ſie feſt. Aus dem Befehle ſpricht ſeine Liebe, und des Weibes erſte Pflicht iſt Gehorſam.
Wir begleiten Dich, Mühmchen! fügte raſch Ritter Prosper hinzu. Auch meine Liebe für Eugenie gebeut, ſie von dieſen Küſten zu entfernen, denn dieſe That wird Gewitter an unſern Bergen heraufführen, und Frank⸗ reichs Tochter möchte beſonders die Blitze heranlocken.
So folgſt auch Du uns, meine geliebte Mutter, und wirſt nicht ſchutzlos in den Stürmen weilen? jammerte Vanina.


