Teil eines Werkes 
15 (1843)
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Senats, von Blutgericht. Da faßte Herr Sampietro grimmig die Eiſenſtangen und ſchüttelte ſie, daß die Wände erbebten, doch er brach ſie nicht, obgleich die Herren jenſeits von ihm zurückwichen. Wahrhaft ſchreck⸗ lich, mit dem Gebrüll des wüthigen Löwen, tobte ſein Wort, und er ſchalt den Gegner einen ehrloſen Soldaten, der dem Profos und Büttel verfallen, einen Meineidigen und Wortbrüchigen, und rief die Rache aller Könige, rief den Bannſtrahl des heiligen Vaters auf ſein Haupt herab. Laut hörten wir den Genueſer lachen und mit heller Stimme ſprach er: Euer Leib und Leben iſt un⸗ gefährdet; keine Hand hat ſich an Euch gelegt; was könnt Ihr mehr begehren? Aber denkt künftig höher von Ge⸗ nua's Klugheit: Eure Bäume, Eure Felſen, die Wände, die Schlafzimmer ſind in Genua's Solde und wachen über Eure Unthaten, und die mächtige Herrin wird nimmermehr mit ihren Unterthanen und Fflichtigen zu einer Berathung ſich herablaſſen, wie ihr Thoren im ſtolzen Uebermuthe zu glauben vermocht. Wir vernah⸗ men nichts ferner, denn der Kreis der Wappner um uns erhielt den Befehl, uns aus dem Palaſt zu vertreiben, und wir wichen, da Gegenwehr gänzlich nutzlos erſchien. Eine kleine Stunde ſpäter erſchien ein genueſiſcher Haupt⸗ mann in unſerm Quartier und befahl uns, ungeſäumt Baſtia zu verlaſſen. Kehret heim, ſagte er, und verkün⸗ det Allen, denen es zu wiſſen nöthig und gut, daß Genua eure beiden Häupter pflegen und bewahren wird wie zwei Lieblinge, die man nie aus der Obhut entläßt; daß Genua Alles weiß und kennt, was ihr in euren Schlöſſern und Bergwinkeln geſponnen und gebrütetz daß Genua in ſeiner Majeſtät und Gewalt nicht rächen wird den Ungehorſam an den Einzelnen, daß jedoch