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ohne Erben verbliebe, ibm den Beſitz ſeiner ſämmilichen Güter zuſicherte. Alle dieſe Vorgänge konnten die Schloß⸗ bewohner nicht ruhig laſſen; die Vettern des Hauſes flü⸗ ſterten mißvergnügt in den Winkeln der Säle, die Frauen ſaßen ſtill zuſammen, wagten aber in Ehrfurcht gegen das Familienhaupt weder Frage noch laute Aeußerung. Nur Sampietro blieb eine Stütze dieſer ſchwachen Ge⸗ müther; er ſchien ſich ſogar auf den Ritt zu freuen. Wir werden Gelegenheit haben, ſagte er mit Hohn, dieſen Krämern manche Artigkeiten in die glattgekämmten Bärte zu werfen ohne Gefährde. Wir werden ſie fragen dürfen nach der Rechtmäßigkeit ihrer Anſprüche auf unſer Korſika, und wenn ſie uns ihren Hugo Colonna, der ſich einen Grafen von Genua ſchalt, als unſern Befreier von den Ketten der Mohrenkönige nennen ſollten, werden wir ſie an die Inſchrift der Fontana di Carlo erinnern, die von dem tapfern Martell erzählt und ſie der Lüge zeihet. Wir werden fragen: War Euer Colonna der Korſen Freund, warum nannte er ſich dann einen Grafen von Korſika, ohne je ein Herr unſerer Berge geweſen zu ſeyn? Gibt Frevel Rechte? Wir werden aber vor Allem Baſtia's Thore, Thürme und Wälle genau durchſchauen dürfen, und uns wird keine faule Stelle in den Mauern entgehen.
Und wenn Baſtia eine Löwengrube wäre? entgegnete halb laut der ſchlaue Maleſpina.
So wird der Löwe hineinſchreiten, der darin gefehlt bislang, und ſich ſeiner Natur gemäß zu ihrem Entſetzen betragen! antwortete ſtolz der wilde Korſe.
Eine Kirchhofsſtille waltete in dem Schloſſe von Or⸗ nano, ſeit die Barone und Edelleute abgereist. Die


