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gebräuchlichen Ausdrücken, und da der Gouverneur ſeiner Zuſchrift hinzugefügt hatte, daß er nöthig gefunden, bei den obwaltenden Verhältniſſen und um von vorn herein der beſchloſſenen Berathung den Charakter einer friedlichen und freundſchaftlichen Beſprechung zu verleihen, hiermit die Verſicherung zu ertheilen, daß Niemand an Leib und Leben gefährdet werden ſolle, gegen Niemanden eine Hand erhoben werden ſolle, möchte auch aus früherer Zeit von ihm geſchehen ſeyn, was da wolle, ſo ließ der alte Ornano mit der Unbefangenheit, die dem klugen Greiſe eigen, von den beiden Genueſern ſich den ritterlichen Handſchlag auf dieſe Verſicherung geben. Zum Ueberfluſſe, ihr ge⸗ ehrten Herren! ſetzte er lächelnd hinzu. Iſt's doch nur der ſchwachen und unerfahrenen Gemüther wegen, die noch nicht erlernten, wie man Staatsgeſchäfte verhandelt. Iſt's doch nur, weil bei ſolchem Kongreß zuweilen der Verſtand die Zunge des Zügels entläßt, und ein gering⸗ fügiges Wort der Erhitzung große Uebel heraufzube⸗ ſchwören vermöchte.
Die Genueſer reisten Tags darauf anſcheinend ver⸗ gnügt und dankbar über Empfang und Bewirthung da⸗ von, aber die Feſtfreude kehrte nicht wieder, und ernſte Anſtalten zu dem Ritt nach Baſtia füllten die nächſten Tage. Der alte Ornano nahm bei aller äußern Ruhe die Sache wichtiger und bedenklicher, als er ſich ausließ. Er verſchloß ſich oft mit ſeinem Kapellan und diktirte ihm manche Stunde; er ließ aus den umliegenden Wäldern eine bedeutende Anzahl der jüngſten und kräftigſten Berg⸗ korſen in das Schloß fordern, und bildete aus ihnen eine gutbewehrte Wächterkohorte; er veröffentlichte eine wohl⸗ beſiegelte Urkunde, worin er ſeinen Tochtermann formlich als Sohn adoptirte, und im Falle ſelbſt, daß ſeine Tochter


