Teil eines Werkes 
15 (1843)
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Derſelbe Abend noch fand die Korſen in geheimſter Be⸗ rathung verſammelt, indeß draußen das Bergvolk und das Geſinde die Brautnacht nach Landesſitte mit dem wüſten Gelärm der Muſchelhörner und Metallbecken und zahlloſer Flintenſchüſſe begrüßte. Viele Mitglieder, vor⸗ züglich die Schwächeren, welche ſich durch die Entfernung ihrer Häupter gänzlich verwaist fühlten, riethen ab, und wollten eine geſtellte Falle darin erkennen. Sampietro ſprach: Gehen wir nicht, ſo zeigen wir unſer feindſeliges Wollen klar und ohne Mantel, zeigen Furcht ohne Grund, und wer möchte dem Genueſer den Triumph gönnen, von einem Korſen ſich gefürchtet zu ſehen! Wir müſſen erſcheinen, auf den Tag erſcheinen, ſagte der alte Ornano mit faltiger Stirne, wollen wir dem Vaterlande nicht ſchaden, und unſer geheimes Werk ſelber zerſtören, ehe noch der Grund des Baues ſich über den Boden erhoben. Iſt denn offener Krieg zwiſchen uns und Genua? Die Weigerung würde ihn erklären vor der Zeit. Mich, den Greis, der ſein roſtiges Schwert ſeit lange an den Pfeiler im Ahnenſaale aufgehangen, kann weder ihre Furcht, noch ihr Verdacht treffen, und meinen Sohn Sampietro ſchirmt die Würde, die er im fremden Dienſte bekleidet, ſchützt die bekannte Gunſt der Könige Frankreichs, welche eine Beleidigung ihrer Ordenszeichen nicht ungerächt dul⸗ den würden. Sie wagen nicht, die kaum beſeitigten Waffen wieder gegen ſich aufzurufen, denn ſie ſind klug wie Fuchs und Affe, und werden ſich hüten, die Natur des groben Bärs oder unbeſonnenen Ligers ſehen zu laſſen, welche in ihr künſtlich aufgeführtes Staatsgebäu nicht paſſen dürfte.

Man ließ die Genueſer einführen, verkündete ihnen die getroffene Wahl der Edlen, über die man allein bera⸗ then, beantwortete das Schreiben des Gouverneurs in den