Teil eines Werkes 
15 (1843)
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mit dem General der Geſellſchaft. Mit einem Ach! ſank die mitleidige Franzöſin in ihren Seſſel zurück, aus der Tiefe des Gedränges ertönte ein wilder Schmerzruf, wie der Ton des tödtlich getroffenen Edelwildes, aber der Beifallsaccord der Menge ließ Beide unvernommen, wenn auch Eugenie vermeinte, bei dem Wehlaut in Vanina's ruhigem Antlitze ein flüchtiges Zucken vermerkt zu haben.

Ein ſolches Feſtgelag, wie dieſen Tag beſchloß, hatte die nüchterne Inſel ſeit lange nicht geſehen. Was der Keller des Schloſſes Köſtliches verwahrte, mußte auf die Tafel; weit aus den geöffneten Fenſtern ſchallten die pa⸗ triotiſchen Trinkſprüche über das gedrückte Land hinaus, und in den Höfen tummelte ſich das Geſinde in gleicher Vergnüglichkeit. Tröſtlich bei dem Unabänderlichen wurde für Eugenien die Bemerkung, daß der Sponſe ihrer Freundin der Mäßigſte an der Tafel blieb, und ſie freute ſich ſogar über das verächtliche Lächeln, das ſich bei dem Anblick der jungen, tumultuariſchen Zecher und bei dem Anhoͤren ihrer prahleriſchen Schlachtſprüche über Sam⸗ pietro's narbiges Angeſicht hinzog.

Erſt in Vanina's ſtillem Cloſet fand ſie Gelegenheit, ſich der Freundin zu nähern, die beunruhigt ihre Leib⸗ magd vermißte. Eine Kammerfrau ihrer Mutter trat zu ihrem Dienſte ein, und von ihr erfuhr ſie die augen⸗ blickliche Verabſchiedung und befohlene Entfernung der ſündigen Antonia.

Arme Dirne! ſeufzte mit komiſcher Geberde die Fran⸗ zöſin. Wußte ich doch nicht, daß in dieſen rauhen Ber⸗ gen dem Täublein das Schnäbeln, dem Sangvogel ſein Liebeslied verboten iſt! Wir werden uns hüten müſſen, ſonſt ſendet die Geſtrenge uns nächſtens ebenfalls in das Exil. Und wie ſtraft man jetzt den verwegenen Luciano!

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