Teil eines Werkes 
15 (1843)
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5 5 freundliche Dörfer hoben ſich aus den lichten Flecken der Waldung, und von ihnen ſtieg ſeitwärts die Matte tel— und die Brüder ſahen dort den Hirten wieder von vorhin: er ſchien ihnen langſam nachgezogen zu ſeyn, doch war er dort unten klein anzuſehen wie ein Knäbchen, und ſeine kletternden Zicklein glichen Schnee⸗ flocken, die ein Strichwind an den Hügeln verſtreut hatte; richt viel größer erſchienen einige andere Dörfler, die im lichten Buſch eine Zwergeiche niederſchlu⸗ . man ſah, wie ihre Beile ſich hoben und ſielen, aber man hörte den Schlag der den harten Stamm verwundete.

Wie ſcharf iſt doch das Gedächtniß aus der Knaben⸗ zeit! ſprach der Eine der Bergſteiger, im Anſchauen ver⸗ tieft. Ein Dutzend Jahre ſind verronnen, eine Welt voll bunter Begebenheiten hat ſich dazwiſchen gelegt, und doch kennt der Sinn noch Alles und nennt es ohne Anſtoß. Sieh dort die beiden runden Schneehügel, denen wir, wilde Buben, den Spottnamen der Säugamme gaben; ſieh dort den ſeltſamen Gletſcher, der, wie die Hand eines heidniſchen Rieſen, ſeine fünf weißen Finger zu dem Himmel ausſtreckt, als wäre die Hand Si indem ſie frevelnd nach dem S Heiligſten gegriffen. Weißt Du noch, wie wir zitterten und das Geſicht fortwende⸗ ten, wenn der Vater uns die Rieſenhand zeigte und di Mähr erzählte?

Er drehte ſich bei dieſen Worten halb nach dem Be⸗ gleiter um, doch in demſelben Augenblicke ſchwankte er wie von einem Stoß that einen Schrei und verſchwand am Rande der furchtbaren Eiswand. Der Bruder ſtieß mit dem Springſtab hinterdrein und tau⸗

Schwarze Fichtenwaldung umgränzte den See,

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