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auf das gemeinſame Lager geſtreckt, richtete ſich empor und reichte dem Bruder treuherzig die Hand entgegen. Andreas, ſprach er dazu, ich bin Dir eine Abbitte ſchul⸗ dig. Wie ich Dich zu kennen glaubte von der Kindheit her, wie Du Dich mir boteſt bei meiner Ankunft, hielts ich Dich für unbeweglicher, gemächlicher, ja für ſelbſt⸗ ſüchtiger, als Du heute auftrittſt. Du theilſt nicht allein des Bruders Freude, nein, Du quälſt Dich für ſein Ver⸗ gnügen. Nimm des Bruders Dank dafür und verzeihe ihm, daß er Dich verkannt; ja, ich verdiene die Freude nicht, Dich ſo zu finden.
Was iſt es denn Großes? antwortete Andreas, indem er die Lampe zurecht putzte, daß ihr trüber Schein heller durch die Kammer ſtrich. Warum ſollte ich nicht für den Bruder thun, wo die Pflicht mahnt, was ich für man⸗ chen Reiſenden that aus freiem Willen? Ich hoffe, Du wirſt mit meinen Anſtalten zufrieden ſeyn. In dem en⸗ gen, koſtbaren Lederkoller mit den feinen Puffen, in den faltigen Reithoſen und ſchweren Reiterſtiefeln kannſt Du weder in die Bärenhöhle hinabrutſchen, noch die glatten Höhen beſteigen; doch geziemt es ſich auch nicht für einen kaiſerlichen Gardiſten, in dem gemeinen Zeuge des Ge⸗ birglers ſich ſehen zu laſſen, und der Hirt treibt ſchon in den Unterhöhen, der Salzmann zieht ſchon mit ſeinem einſpännigen Fuhrwerke durch die Hohlwege, und der Jäger benutzt ſicherlich den ſchönen Morgen, um ſich eine Beute zu holen. Darum habe ich in unſer Wet⸗ terhäuschen an dem Kreuzſtein, dort, wo der Weg in die Gebirge hinaufgeht, Alles geſchafft, was Dir Noth thut, vom Hute bis zum wohlbeſchlagenen Schuh, und dort kannſt Du Dich in wenig Zeit umgeſtalten und bequem machen, und Niemand weiß hier im


