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höfte und bei den Nachbarn von Deiner Verklei⸗ dung.
Du achteſt des Kaiſers Rock gar hoch, lachte Leo, und den Mann darin noch höher. Ich ſelbſt würde kaum in dem Kleidertauſch ein Mittel gegen ein ſolch' Maje⸗ ſtätsverbrechen gefunden haben. Aber Deine Sorgfalt mag recht meinen, und gerne werde ich Dir als dem Marſchcommiſſarius gehorſamen. Doch ſchlimmer als die beleidigte Ehre wäre der Unfall, wenn ein greif⸗ luſtiger Wandersmann während unſerer Pilgerfahrt aus der Hütte am Kreuzſtein die kaiſerlichen Kleider mitgehen hieße, und wir fänden rückkehrend ein leeres Neſt.
Haſt Du die Ehrlichkeit des Bergvolks vergeſſen in Deiner geprieſenen Stadt? antwortete Andreas ſpöttiſch. Das Wetterhäuschen iſt unſer Eigenthum, vom Vater zum Schutze der Pferdebuben erbaut, und kein Fremder würde wagen, den vorgeſchobenen Riegel aufzuziehen. Auch kann Dein großer Fanghund dort liegen bleiben, als ein ſtarker, gefürchteter Wächter. Vom Hofe laſſ' ich Dich nicht gehen in Wamms und Wollſtrumpf, da⸗ mit der tückiſche Knecht und die ſpitznaſige Magd kein Gerede und keinen Hohn daraus preſſen; und in dem ſchweren Gezeug mag ſich's gut zu Pferde ſitzen, oben auf dem Schneepfad aber möchte die beſte Bruſt und die ſtärkſte Huft keine zwanzig Klafter weit damit ſpa⸗ zieren, ohne Gottes Erdboden zu küſſen auf Nimmer⸗ Auferſtehen.
Andreas hatte ſich unterdeß entkleidet, und wie zum Scherz bei ſeinen letzten Reden die Stiefel über ſeine vollwadigen Beine gezogen, das gemslederne Reiter⸗ wamms angethan, den Silbergurt darum gelegt, und zuletzt gar die blanke Pickelhaube auf's Haupt geſtürzt.


