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ken, denn das mächtige Blatt ſtraft mich ja mit monden⸗ langer Trennung von meiner Sina.
Mondenlang! rief ſie bebend. Ach, das ſind ſo viele Tage, ſo viele Stunden!.
Sina, fiel ich raſch ein, ein Verräther der Freund⸗ ſchaft, und wenn auch nicht der Freundſchaft, doch ein Verräther, verdiente nie an dieſem reinen Buſen zu ſchlummern! Sey ſtandhaft, wenn ich heute Nachmit⸗ tag ſcheide!
Schon? fuhr ſie auf. O, mein geſtriges Ahnen!
Gedenke Deiner welkenden Blumen! tröſtete ich die Jammernde.
Werd' ich es tragen? fragte ſie weinend. Allenthal⸗ ben werd' ich Dich vermiſſen, allenthalben Dich ſuchen, nirgend Dich finden!
Sina, ſprach ich zärtlich, jeden Morgen ſteigſt Du auf den Lindenhügel, von dem man die Spitze des Für⸗ ſtenſteins ſehen kann; ich trete dann an mein Fenſter oben auf der Burg und ſchaue her zu Dir. Läßt uns auch die Ferne nicht zu, die Geliebten zu erkennen, ſo trägt doch der Morgenwind den Gruß der Liebe herüber.
Sie wurde ruhiger, und als ich in ihrem Zimmer den Wagen vorfahren hörte und ſie ſchluchzend in meine Arme fiel, da drückte ich ihr den welken Kranz in die blonden Locken und ſagte: Erinnerung und Hoffnung trö⸗ ſtet uns! Jene iſt welker Staub, dieſe keimt aus ihm.
Der Gaſt.
Willkommen, tauſendmal willkommen! rief mir eine kreiſchende Stimme am innerſten Thore der Bergfeſtung


