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verborgen blühende und doch ſo liebliche Sina mit dem einſamen Frühlingskinde.
Durch Thränen lächelnd hob Sina das Auge, und ich küßte ihre warmen Lippen.
Gerade dieſe welken Blumen, fuhr ich fort, die Dir Schmerzesthränen entlocken, ſollten Dir Troſt ſeyn. So ſind die irdiſchen Freuden. Schnell welken ſie hin, aber ihre Erinnerung bleibt, verdoppelt ſie uns, wenn auch im ſchwächeren Lichte.
Sie nahm das Tuch und trocknete die Wange, hei⸗ terer ging ſie dann mit zu ihrem Vater.
Ernſt ſaß der alte Juſtizamtmann in ſeinem Sorgen⸗ ſtuhle, und vor ihm auf dem Tiſche lag ein fürſtlicher Befehl, von mächtigem Umfange, und neben dem ſtolzen Siegel ſtand des Alten Tabaksdoſe, auf die ein Sokrates mit Todtenkopf und Giftbecher gemalt war, als hätte er das edle Wappen und dieß Wappen der Sterblichkeit verglichen.
Das iſt, was meine Thränen lockte, flüſterte Sina, das große Reſcript und des Vaters Ernſt.
Ruhig drückte ich ihre Hand. Der Vater hieß mich willkommen und reichte mir ſchweigend das fürſtliche Schreiben. Ich las es und legte es lächelnd wieder auf den Tiſch. Sie ſind ein Mann, ſagte der Alte aufſte⸗ hend und meine Hand drückend. Ich weiß, Sie könnten das Alles durch wenig Worte hindern; aber Sie ſind auch ein edler Mann. Gott ſegne Sie!
Er ging und ließ mich mit Sina allein.
Du könnteſt Dich retten? ſagte Sina ſchmeichelnd.
Ich könnte das durch wenige Worte, antwortete ich. Müßte ich nur den Stolz überwinden, müßte ich nur mich dadurch erniedrigen, glaube nur, ich würde ſchwan⸗
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