Huſaren mir auf den Ferſen. Da trateſt Du mir ent⸗ gegen, hier war's an der Johannisbeerhecke, und fingeſt mich auf. Fürchten Sie nichts! ſagteſt Du mit Deiner feſten männlichen Stimme, ich bleibe bei Ihnen, Ihr Schützer!
Und Du warfſt Dich in meinen Arm, ſo nahm ich ihr die Rede vom Munde, mit einem warmen Kuſſe zu⸗ gleich; mein Goldo! nannteſt Du mich, Deine Lippen hingen ſich warm an die meinigen. Und nachher, als wir hörten, nur falſches Gerücht habe uns geſchreckt, der Feind ſey zurück von unſern Grenzen getrieben, da konnte das erröthende Mädchen doch nicht zurücknehmen, was ſie vergeben hatte!
Und wollte auch nicht! ſprach Sina leiſe und drückte ihr Geſicht in meinen Buſenſtreif, daß ihr warmes Näs⸗ chen mein klopfendes Herz berührte.
Kälter wurde der Nachtwind, und ihre blonden Locken ſchlangen ſich um mein Geſicht, als ich ſie, ſie unter's Kinn faſſend, zu mir aufhob.
Es iſt ja nicht der letzte Abend! ſagte ich, ſie tröſtend, da ſie mich nicht laſſen wollte.
Wer verſpricht mir das? fragte ſie, und ſie ahnte recht.
Als ich an der Pforte von ihrem Buſen ſchied und die Gitter hinter mir zuzog, damit ſie ſich nicht noch im Zugwinde in die Pforte ſtellen könnte, mir nachzuſehen, da wurde mir doch ſelbſt zu Muthe wie Einem, der in's Schiff ſteigt und ſeinen trauernden Freunden zuruft: bald kehr' ich! aber dabei des Meeres, ſeiner Tiefe, ſeiner Klippen, ſeiner Stürme gedenkt.
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