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rend des Feſtes auf den Märkten und Wällen lagern zu können.
Vor der Herberge zur Lilie, in welcher der Graf von Ortenburg ſeit ſeiner Ankunft gewohnt, ſaß eine muntere Geſellſchaft, die ihren Tiſch unter Gottes blauen Himmel geſtellt, weil im Hauſe auch nicht ein Kämmerchen ohne Gaſt geblieben und ſelbſt die Schenkſtube zum Schlaf⸗ gemach der fremden Knappen und Waffenträger geworden. Die Geſellſchaft war in hochpatriotiſcher Aufregung be⸗ dacht geweſen, den Tag des geliebten Königs ſo zeitig als möglich zu begehen, denn die Sonne ſtand noch nicht gar hoch, und doch lag ſchon manche zerbrochene Flaſche am Boden, und die Art, wie die erhitzten Bürgersleute ihren Witz an dem vorüberziehenden und gaffenden Bauern⸗ volke übten, gab Zeugniß von der Zahl der Becher, welche auf König Ludwigs Wohl bereits leer geworden.
Ein junger Rittersmann, dicht in einen ſchlichten Aermelmantel von brauner Farbe gewickelt, der unten nur die goldbeſpornten Reiterſtiefel, oben nur das friſche Geſicht unter einem ſchwarzen Sammetbarett ſichtbar wer⸗ den ließ, ſtörte die wilde Zechcompagnie, indem er eili⸗ gen Schrittes aus der Herbergspforte zu dem Tiſche trat.
Gebhard, ſo früh ſchon hinter der Kanne? rief er zwiſchen die Verſtummten mit ernſtem, doch keineswegs hartem Tone, und ein graubärtiger, aber derber Geſell erhob ſich ſofort von der Bank und ſtellte ſich kerzengrad wie zur Parade.
Hat nichts zu ſagen, Gnaden, antwortete der Grau⸗ bart im tiefen Baß, lächelnd den rauhen Schnauzbart ſtreichend; ja, wär's ſo ein Frühtrunk, wie man an der Drau bekommt, halter da hieße es aufgepaßt, aber in dem Kännlein hier iſt weder Oeſterreichiſcher noch Unger


