Teil eines Werkes 
14 (1843)
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oder gutes Rheinblut, nur leichtes fränkiſches Getränk; man trinkt ſich immer nüchterner, und es bleibt halt ein Gotteswunder, wie die Leute ſich dabei in's Vergnügen und irdiſche Himmelreich hinaufſchwindeln können.

Läſtere nicht, zürnte der junge Ritter, die feinen Augenbögen zuſammenziehend; ein beſſerer Platz wäre für Dich im Stall⸗ die Roſſe anzuſchirren und das Eiſen⸗ zeug bereit zu halten. Schlägt die elfte Stunde und findet nicht Alles in Ordnung, ſo fürchte meinen Zorn. Er ging und ein hübſcher Edelknabe, welcher ein Käſtchen trug, folgte trippelnd den männlichen Schritten des Herrn.

Seinen Zorn? lachte der alte Waffenknecht. Ich möcht's verſuchen, denn es wäre mir neu. Er hat ein Gemüth wie das jüngſte Lamm auf der Waide, und hat noch Niemanden weh gethan ſo mit Wort wie mit That. Aber die Roſſe ſtehen ſchon blank geſtriegelt, und Rüſtzeug und Schild funkeln wie der ſtille See, auf den die Sonne brennt. Ein deutſcher Waffenmeiſter kennt ſeine Pflicht und thut Nachts ſeine Arbeit, wenn er ſich Morgens verluſtiren möchte.

Alſo das war Euer deutſches Gräflein, von dem un⸗ ſere Herren geſtern veim Nachtmahl ſo großes Weſen gemacht und mit finſtern Geſichtern koſeten ohne Ende und faſt bis zur Mitternacht? fragte mit höhniſcher Miene ein Normann, der mit dem deutſchen Wehrmann die⸗ ſelbe Bank theilte. Und der ſchmächtige Junker mit dem kleinen Flaumenbart will ſich wagen in die Stechbahn? Rathe ihm ab, Kamerad, vernagle ſeinem Streitroß den Huf, daß er heimbleiben muß. Haſt Du meinen Herrn geſehen, den Grafen Himindal von Falaiſe? Du würdeſt zur nächſten Kirche gehen und zu Deinem Hei⸗