Teil eines Werkes 
14 (1843)
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vergaßet, weil ſie wie mit ſeidenem Fittich koſend an

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Abelard lächelte. Und wenn ich nun ſpräche, fragte er forſchenden Blicks, ſattelt zur Stunde Euer Roß, hüllet Euch dicht in den Reiſemantel und ſpornet, den Bauch an der Erde, Euer gutes Thier hinaus, fort bis zu den Bergen Eurer Heimath? Es iſt die Malaria von Paris, die Euch krank gemacht, Flucht iſt die einzige Arznei für dieſes Uebel. Wenn ich ſo ſpräche?

Der Graf ſenkte die Blicke zu Boden. Fort von hier, ſtotterte er halblaut, fort von dem Born der Wiſſen⸗ ſchaft, zu dem mich das tiefſte Sehnen gezogen? Was würde Otto denken und der ſtarrſinnige Konrad? Wie würde ich ihnen wieder begegnen dürfen in den deutſchen Gauen? Und wie würde mich der Ohm, der ſtrenge Bernard, empfangen, dem ich dieſe Reiſe gegen ſeinen Willen abgebettelt, abgetrotzt, der mich lieber daheim behalten als Erbe der Spanheim'ſchen Güter, da ſein einziger Sohn, Vetter Bruno, früh Mönch zu Sanct Paul geworden im kindlichen Gelübd für des Vaters Heimkehr aus dem Lande der Ungläubigen?

Beruhigt Euch, fiel Abelard ein im Tone des Scherzes; die Fülle und das geſunde Roth Eurer Wangen wider⸗ ſpricht meiner Vermuthung. Euch ſchüttelt nicht das Fieber der Malaria; wir müſſen das Uebel tiefer ſuchen. Ihr klaget über Beklemmung und Angſt, und fandet Ihr nirgend einen Ort und mit ihm eine Stunde, wo Ihr vergaßet, was Euch bedrückt, wo Euer Unmuth zerfloß in dem ſüßeſten Wohlbehagen, wo Ihr ſelbſt die Zeit

Euch vorüberflog, wo Ihr nicht dachtet an heut' und geſtern, nicht an Buch oder Schwert, nicht an Ohm und Vaterland, nicht an die Freunde und mich?

Heinrich ſah ihn groß an; wie unwillkürlich ſagte