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ſpottiſch ein. Bei uns iſt es triſt und die Stunden ſchleichen Schneckengang. In König Ludwigs Schloſſe fliegt die Zeit auf Schmetterlingsfittichen. Im Hörſaal gibt es Schweiß und Geiſtesmarter, dort tobt die Fan⸗ fare und die Tanzmuſik und das witzige Scherzwort und die ſüße Galanterie alle Gedanken nieder, und das holde Richtsthun rückt Frühroth und Sonnenuntergang dicht zuſammen. Dein blauſammetnes Junkerkleid ſitzt dazu bequemer als der faltige Schulrock, das Barret mit der langen Schwungfeder drückt weniger wie unſere Schola⸗ renkäppel und läßt ſchmucker über dem braunen Gelock. Wer kann Dir's verargen, daß Du nach oben möchteſt, was Du auf der öden Sonnenburg entbehrt, daß Du die ernſte Anſtrengung auf die ſpäteren Jahre verſpareſt und der Rauſch Dir willkommen iſt, der die Sinne in Paradieſesluſt und Königsträume einlullt!
Ein Rauſch, ſo iſt es, Konrad, antwortete Heinrich, ernſter und feſter den Spötter anſchauend. Ein Rauſch, der verfliegen wird, verfliegen muß. Aber zu ſcharf tadelt Dein Stachelwort den Freund und Landsmann. Wohl bin ich in ein Netz verſponnen, gegen deſſen feine Fäden meine Kraft ſich vergebens ſträubt. Warum gab mir der König Lothar, unſer edler Vetter, ſolch einen Geleitsbrief mit, deſſen Zauber den mir fremden Ludwig einen willkommenen Freund, die herrliche Königin einen unentbehrlichen Geſellſchafter in mir finden ließ? Soll ich die unerwartete Gaſtlichkeit mit ſchroffem Undanke lohnen? Darf ich der überſchwenglichen Freundlichkeit im knabenhaften Eigenſfinn unnatürliche Kälte entgegen⸗ ſetzen?
Hätteſt Du's gemacht wie wir, ſeufzte Otto. Einen Bückling am Throne im Audienzſaale, und dann keinen


