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auf den Eintretenden hefteten, ward es dem durch ſeine Liebe zur Wiſſenſchaft wie durch ſeinen Feuerſinn für Kunſt und Schönheit berühmten Franzoſen klar, daß dieſe Theilnahme der Pariſer an dem jungen Deutſchmanne eine natürliche ſey. Graf Heinrich ſtand in den Blüthe⸗ jahren ſeines Geſchlechts, und kein früher Giftthau hatte ein Blüthenblatt welk gemacht. Väterliche Zuneigung ſeines Pflegevaters, herzliche Liebe ſeiner Pflegemutter, der edlen Kunigunde, hatten Alles in ihm und an ihm gepflegt und entwickelt, aber ſtrenge deutſche Zucht wirkte zugleich jeder Verderbung und Vorreife entgegen. Die Friſche der Geſundheit ſtrahlte aus dem edeln Angeſicht, aus dem kräftigen Muskelſpiel der ſchlanken Geſtalt, doch eine kindliche Milde im hellblauen runden Taubenauge und in dem zierlichen Munde gab ſeinen Zügen einen wunderbaren Reiz, der ihm die Frauenherzen gewinnen mußte, und ſelbſt dem Neide des rauhen Männergemüths die Krallen ſtumpfte.
Graf Heinrich neigte ſich mit ſcheuer Ehrfurcht vor dem Lehrer und reichte dann den beiden Freunden nach⸗ einander die Rechte zutraulich, indem zugleich eine ſicht⸗ liche Verlegenheit das ſanfte Roth ſeiner Wangen bis zum dunkeln Karmin umfärbte.
Verzeiht mir! ſagte er herzlich, die Augen vor den ſechs forſchenden Blicken flüchtend auf die Papierrollen des Arbeitstiſches; drei volle Tage habe ich Euch ver⸗ ſäumt, eine Schuld, die mich ſchwer drückt und mich zu ſtrengſter Pönitenz verdammt.
Wohl haben wir Dich vermißt in Trauer und Sorge, antwortete Otto, die Hand, welche in der ſeinigen ge⸗ blieben, herzlich drückend.
Wer kann's Dir verargen? fiel Konrad ſcharf und


