Teil eines Werkes 
13 (1843)
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beide, ehe ſie es erreichen konnten. Fern von dem Ein⸗ gange des Cireus, fern von den Gezelten bog jetzt der Hirſch plötzlich in einem ſcharfen Winkel dem Gebirge zu, ſetzte über den breiten Graben, welcher unter dem Na⸗ men Landwehr den Wald umzog und in den ſich alle Gebirgsbäche ergoßen, und ſprang nun, wie triumphirend den Hals rundum werfend und freudig die runden Augen rollend, als ſpottete er einiger leichten Fleiſchwunden, die er früher erhalten, die dünnbewachſene Steinhöhe hinan.

Des Prinzen ſtarkes und unermüdliches Leibroß hatte bis jetzt ſich noch allein dicht zu dem Wilde gehalten, doch den kühnen Satz über den breiten Waſſergraben nachzuthun, vermochte das keuchende, erhitzte Pferd nicht mehr, und die Gefahr meidend, trabte der fürſtliche Jäger, der Gegend kundig, am Rande der Landwehr hinunter zu einer ihm wohlbekannten Blockbrücke. Von dort aus konnte er vielleicht den Weg des Wildes abſchneiden, indem er ſah, daß die fern zurückgebliebenen Jäger, mit den ſcharfen Augen dem Hirſche folgend, ſchon ſich ſeit⸗ wärts in den Buchwald geworfen hatten, um die fernere Flucht der edleren Beute in dem tiefern, ungangbaren Dickicht durch dieſes Manöver zu hindern.

Ein Angſtſchrei traf in dieſem Augenblicke des Prin⸗ zen Ohr. Er ſah zur Seite, und ein ſchlankes Roß flog über die Heide daher, um deſſen Haupt der freie loſe Zügel lang hinflatterte. Eine Amazone hing auf des leichten Renners Rücken, welche bügellos und am Sat⸗ telknopfe die Händchen feſtklammernd dem Willen des ſcheugewordenen Thieres völlig hingegeben war. Weithin flatterte die grüne Seidenſchleppe des Damenkleides, das Federhütchen hing am Nacken, kaum noch vom Seiden⸗ bändchen gefeſſelt, des Dame bleiches Geſichtchen ſchlugen