Teil eines Werkes 
13 (1843)
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Geiſt wird ſein Schatten werden, der ſich an ſeine Schritte hängt und ihn peitſcht bis zum ſpäten Grabe mit Scorpionengeißeln.

Abex rede Du zu mir, Alfred! Ich muß Deine Stimme hören, und ſprächſt Du wie Nordſturm oder wie Eulen⸗ gekrächze, das mein Ende andeutete.

In der letzten Nacht fiel der Schlachtdegen, welcher unter dem lebensgroßen Bilde Deines Vaters hing, her⸗ unter von der Wand, und traf die alte Tiſchuhr darun⸗ ter, und zerſchmetterte Euer Wappen daran, die goldene Krone im blauen Felde, die Eure Abkunft von den alten Schwedenkönigen ausſpricht. O ich bin ſo abergläubig geworden wie das gemeinſte Fiſcherweib. Wenn dem Menſchen nichts Irdiſches mehr blieb, an welches er ſich feſtklammern kann im Schmerz und Erdenſturme, wenn ſeine Vernunft wie der ausgetrocknete See nur Moder haucht und Giftdunſt, wenn im über ihn hereinſtürzen⸗ den Leid keine Weisheit ihm das Warum erklärt, dann flüchtet er in das Geiſterreich, überwindet jedes angebo⸗ rene Grauen, und frägt hinein in die nebelvolle Leere und huſchende Schatten; das Krachen des Daches, die ſpringende Saite, die ſchreiende Ufermöve werden ihm zu Stimmen, in denen der Weltgeiſt und ſeine Unſicht⸗ baren zu ihm ſprechen. Alfred, was will das fallende Schwert? Kündet es, daß auch Du hin biſt? Zerbrach es den Schild der Güldenkrons auf Deinem Hügel, oder biſt Du unterwegs, und warf Dir des Vaters Geiſt den Stahl zu, ihn gegen mich zu gebrauchen? Komm nur, freundlich oder rächend, Dein Anblick wird mir Troſt ſeyn, und ich werde Dir meine ſchuldige Bruſt willig entgegenhalten.