Teil eines Werkes 
13 (1843)
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So haſt du gerichtet, Unſichtbarer dort oben, haſt die Schande mit deiner ewigen Nacht verdeckt, und be⸗ darfſt meiner ſchwachen Hand nicht mehr, ſtammelte er mit einer Grabesſtimme. Dir übergebe ich auch den ge⸗ heimen Mörder, du wirſt ihn finden, und flüchtete er über das Weltmeer, wo mein Arm nicht hinreicht.

Er ſprach irre und ich mußte nach dem Arzte ſchicken; indeß hatte der Anfall keine Folgen. Aber ich ſehe den Wurm in der jungen Bruſt, und wahrlich, könnte ich's, möchte ich mir ein halbes Dutzend Jahre ſubtrahiren laſſen, wenn dadurch das Gift, das dieſes junge Blut verdorben hat und das einen ſo kräftigen Baum zu zer⸗ nagen droht, neutralifirt werden möchte.

3.

Hofrath Ernſt an Alfred Güldenkron. Schloß Heldrin an der Oſtſee.

Biſt auch Du hin, Alfred, Sohn, anvertrautes Klei⸗ nod, und ſoll ich Allem nachweinen, was mir lieb war auf Erden? Ich rufe nach Dir, aber Du antworteſt nicht, und mir iſt, als wäre ich der letzte Lebende auf dem Erdballe, Feuer und Waſſer hätten Alles um mich zer⸗ ſtört und verſchlungen, auf der letzten Scholle ſtände ich in der gräßlichſten Einſamkeit, keine Menſchenſtimme, kein Gewinſel mehr um mich, kein Menſchenauge mit mir Blicke tauſchend, ich allein, mit Luſt erwartend den Augenblick, wo auch die letzte Scholle verſänke in den Abgrund ewiger Vernichtung.

Wie ſoll ich Dir ausſprechen, was ich Dir ſagen muß? Wie wird es mir möglich werden, in langen,