Teil eines Werkes 
13 (1843)
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verſetzte er abgeſtoßen. Ihr Gang, mein Herr, iſt ein Ehrengang und empfiehlt ſich beſonders einem Franzoſen der alten Zeit. Gedulden Sie ſich nur einen Augenblick, denn hätte ein Glied unſerer Familie ſich alſo vergeſſen, ſo würde ich ſelbſt der ſtrengſte Richter oder nöthigen Falles Ihr Sekundant ſeyn gegen mein Blut.

Er trat zur Flügelthüre und rief den Namen: Louis! kräftig in das Nebenzimmer. Ein feines weibliches Ge⸗ lächter antwortete, und ſogleich darauf trat ein hübſcher, geſchmeidiger junger Mann in den Saal und fragte mit Reſpekt: Was befiehlt mein lieber Vater? Der alte Herr zog die Flügelthüre vorſichtig feſt in das Schloß und wandte ſich alsdann mit düſterer Miene zu dem Sohne. Du biſt angeklagt, und wirſt Dich ernſt verant⸗ worten müſſen, ſprach er; der Himmel gebe, daß Du es vermagſt, Louis! Der Name trifft zu! fiel Gülden⸗ kron heftig ein und legte die linke Hand auf den Degen⸗ griff. Verzeihung, mein Herr! rief der Alte. Sie haben mein Verſprechen; laſſen Sie mich machen. Er begann jetzt eine förmliche Anklagerede, die jedem Gerichtshofe Ehre gemacht hätte, und bei welcher Güldenkron nur die nöthigen Namen ſuppliren mußte. Der Name der Demoiſelle? Raphaele Güldenkron. Das Ge⸗ burtsland? Schwediſch⸗Pommern? Der Ort, wo der junge Herr log und die Schlange im Paradieſe ſpielte? Der Badeort Pyrmont.

Güldenkron hatte, während der Alte ſprach, den jun⸗ gen Herrn mit einem furchtbar⸗ſtarren Blicke gefaßt; ſo firirt der afrikaniſche Leu den Fang, ehe er zuſpringt. Der junge Comte ſchien anfangs verwundert, dann ward er unwillig, zuletzt kam ein zweideutiges Lächeln hinzu.

Mein lieber Vater, entgegnete er, vielleicht mit etwas