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zukehren gedachten, wie wir hingewandelt. Man mel⸗ dete uns und führte uns mit fränkiſcher Artigkeit in einen prächtigen Salon. Güldenkron ſtand auf ſeinen Degen geſtützt mit einem finſtern Mordgeſichte. Da rauſcht die Flügelthüre auf, und herein tritt ein ehrſamer Alter, lang und hager, mit einer Adlernaſe, edlen Zügen, fal⸗ tigen Wangen und reichem Silberhaare, das mit einem ſchwarzen Bande im Nacken zuſammengehalten wurde. Er frägt artig nach unſerm Begehr und freut ſich der Ehre, edle Deutſchmänner in ſeinem Hauſe zu ſehen, da deutſche Herzen ihm in ſeiner Nothzeit die wärmſte Hülfe geleiſtet.
Güldenkron war ſtutzig geworden und aus der Faſ⸗ ſung gekommen, und ich ſah ihm an, wie er nach einer Antwort ſuchte. Aber mit der Offenheit, die ihm eigen, faßte er ſchnell ſeine Entſchließung.
Sie ſind der Herr Comte Brandon, ſagte er, jedoch unmöglich der, welchen wir ſuchen. Ihr weißes, ehr⸗ würdiges Haar hebt jeden Zweifel darüber, aber eben dieſes Haar und Ihr edles, väterliches Anſehen weckt mein Vertrauen in ſolchem Maße, daß ich glaube, meine Sache keinen beſſern Händen anvertrauen zu dürfen, als gerade den Ihrigen. Ein Comte de Brandon lebte kürz⸗ lich in Norddeutſchland, reiste dort, verknüpfte ein jun⸗ ges Mädchen von edler Geburt in ſeine Schlingen, ver⸗ ließ ſie in Schande und Gram, und dieſes Mädchens Bruder bin ich, und ſuche den Wortbrüchigen und for⸗ dere Rede von ihm.
Der alte Herr war etwas bleicher geworden, aber ſeine Freundlichkeit ſchien eher vermehrt als vermindert bei Güldenkrons Erklärung.
Das wird doch nicht? Nein, das kann nicht ſeyn!
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