Teil eines Werkes 
13 (1843)
Einzelbild herunterladen

12

nicht die fremdartige Waldung von Kaſtanien⸗, Mandel⸗ und Oelbäumen, nicht die üppigen Weinberge und die Pracht der Roſengärten, wo die beliebten Parfüms der galanten Pariſerinnen im Freien duften, konnten meinen Güldenkron feſſeln, obgleich keine Gegend der Welt ei⸗ nem Poeten oder Arkadier mehr zuſagen möchte; kaum erlaubte er mir, ſeinem Stallmeiſter, einige Erinnerun⸗ gen für das Leben einzutauſchen, denn eine neue Spur wurde entdeckt, die uns faſt bis zur ſpaniſchen Gränze lockte, wo ſich aber der verfolgte Brandon in einen Ar⸗ meeinſpektor Bandome verwandelte, ein Irrthum, welcher ſo ärgerlich als koſtſpielig war und durch die verwünſchte Geläufigkeit der ſchnarrenden und wiſpelnden franzöſiſchen Zungen entſtanden ſeyn mußte. Nach Paris ging es jetzt, wo wir klüglich zuerſt hätten anfangen ſollen, und einige Deutſche, die das ubi bene ibi patria befolgt, wurden uns getreue Guiden und halfen uns baldigſt zur rechten Quelle.

Der Comte hatte ſich am neuen Kaiſerhofe geſtellt, ihm war verziehen, jedoch verwies ihn die Staatsklug⸗ heit für einige Zeit nach Straßburg, um dort unter Aufſicht der löblichen, allwiſſenden Polizei zu wandeln und alle Beweiſe zu ſammeln, die ihn der Purifikation würdig machen könnten, weil er in Verdacht ſtand, die Waffen gegen ſein Vaterland gleich dem Coriolan ge⸗ tragen und mit dem ſchändlich ermordeten Herzog von Enghien in Verbindung geſtanden zu haben.

Wir hatten ihn nun, und Güldenkrons Ungeduld wandelte ſich wieder in männliche Ruhe. Vieles mochten dazu auch die Umgebungen beitragen, welche uns von Paris aus in den Weg traten.

Es iſt etwas Großes und Erhebendes in dem Anblick