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nerva gewappnet und erwachſen hervor.“ So bedünkt mich Güldenkrons Verwandlung, und ich ſelbſt ſtehe eben nicht nach, denn das Studioſenkleid iſt auch mir plötzlich von den Schultern gefallen; wie eine ſchöne Epiſode im Epos ſcheint mir das Triennium abgeleſen, und ſelbſt die edle Bundesſprache des Burſchenthums iſt mir nicht recht geläufig mehr.
Wir paſſirten den alten Vater Rhein, deſſen ange⸗ bornes Amt als Deutſchlands Gränzwächter leider nicht mehr heilig gehalten wird, und über Stock und Stein ging unſere Reiſe von da durch das galliſche Land. In jeder bedeutenden Stadt von Mainz an wurde geforſcht und nachgefragt, und bald kamen wir einem Comte de Brandon auf die Spur, der nach langer Emigration dennoch die Fleiſchtöpfe Egyptens in der Heimath wieder geſucht hatte. Wie der Spürhund hitziger wird durch Fährte und Geruch, ſo ſtachelte auch uns jede kleine Nach⸗ weiſung und lockte uns bis tief in die Provenge hinab⸗ wo am niedlichen Dürancefluß der Comte Stammgüter haben ſollte. Wir fanden das verfallene und veraltete Schlößchen, aber keinen Comte daſelbſt; er war dort geweſen. Der graulockichte Caſtellan dort konnte uns ſei⸗ nen Aufenthalt nicht beſtimmt anſagen, Verwandte hatte er beſuchen wollen, nach Paris hatte er ſeine Abſicht gerichtet; der ſchlaue Greis ſchien in den Ausländern verdächtige Spione zu wittern, ſchien uns vielleicht für Gläubiger anzuſehen, die ſeinen Herrn im fremden Lande an der Kreide gehabt, und führte uns wiſſentlich irre. Auf gut Glück mußten wir weiter ſuchen, und der ver⸗ fehlte Schuß machte meinen irrenden Ritter immer un⸗ geduldiger. Nicht die erquickliche, weiche Südluft an den Ufern der Rhone, nicht das große Seeleben Toulons,


