Teil eines Werkes 
11 (1843)
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Schatten durch die ſeichtern Dammplätze ſich nahen, wie das Geſpenſt des Erlkönigs, der eine Erdentochter ſich geraubt. Näher und näher brauſete es dem Haufen zu und erreichte das Land.

Man ſah zu Roſſe einen baumlangen hannover'ſchen Nhlanen, der keine Kleidung trug, als ſeinen grünen Aermelrock und ſeine hohe Tſchapka, aber auf dem ſat⸗ telloſen Thiere vor ſich im Arme ein rundes Mädchen hielt, das nur vom Hemdchen bedeckt, halb unter ſeinen Mantel geſchmiegt, zähneklappernd vor Froſt und Furcht, mit nackten Armen des Reiters ſchlanken Leib umklam⸗ mert hielt, wie der Schiffbrüchige den rettenden Maſt⸗ baum. Kaum hatten die drei lebendigen Weſen ſich aus dem Reiche des Todes auf das Feſte geholfen, ſo ſtürzte der ſchnaubende Gaul erſchöpft in die Knie und wälzte ſich im naſſen Graſe, der Reiter ließ die halb⸗ ohnmächtige Dirne zum Boden gleiten, und er ſelbſt lehnte ſich, dem Sinken nahe, auf die Landleute, die ihm mit Armen und Flaſche zu Hülfe eilten.

Anna Buſch! ſchrieen da die herandrängenden Wei⸗ ber. Iſt Sie es? Nun danke Sie Gott und dem wackern Schatz, der ſie aus ſolchem Verderben rettete. Buſch? Buſch? rief Beatus und ſtürmte in den Haufen hinein. Peters Schweſter? Wo ſind ſie? ſchrie er niedergebeugt zu der Erſtaunten. Wallans? Wo find ſie? Gerettet? Sprich, Unglückſelige, wo haſt Du ſie verlaſſen? Die arme Anna weinte zu ihm hinauf. Wo iſt da Hülfe? ſchluchzte ſie. Der Peter iſt erſoffen mit dem Kinde, das er auf die Kirchhofshöhe tragen wollte; die Andern flüch⸗ teten auf die Böden, als mich der treue Gottfried zu ſich auf ſeinen Hans riß, aber das Waſſer ſtieg ſchon an das Dach, und wird jetzt wohl ſchon über das Storch⸗ neſt und die Linde und über alle die guten Menſchen