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Stellen, und wie ziſchende Waſſerſchlangen wälzten ſich ſalzige Flüſſe in die Niederungen; riſſen Schiffe mit ſich hindurch auf das unbefahrbare Land; durchkreuzten ſich und vermehrten dadurch ihre Gewalt; tilgten Häuſer weg vom ſichern Grunde mit allen Bewohnern; ftürzten die Mauern der Städte und wühlten ihre Straßen auf; ergriffen den flüchtigen Reiter und die mit dem Kinde forteilende Mutter; wühlten die Todten auf aus den Gräbern wie mit dem Poſaunenrufe des jüngſten Gerichts; gaben Familien, die auf Boden oder Dach geflüchtet waren, dem Hungertode preis; ertränkten das ängſtlich⸗ brüllende Vieh im Stalle; verzehrten mit ſcharfem Salze die keimende Saat und den reichen Grashalm, und zer⸗ ſtörten ſo Eigenthum, Glück und Hoffnung von tauſend fleißigen Menſchen in einer Nacht für Jahre.
Auch die mehr im Lande Wohnenden, im fetten Bo⸗ den zwiſchen Weſer und Elbe eingekeilten Landleute traf kein geringeres Schickſal. Die mächtigen Zwillingsſtröme Hannovers waren zu ohnmächtig, ihre Waſſer hinaus zu treiben in die empörte See, welche feuchte Giganten⸗ Mauern an ihren Ausflüſſen aufgethürmt, und ihre brei⸗ ten Mündungen verſchloſſen hielt; die ſtockenden Fluß⸗ wellen mußten zurück wie ein geſchlagenes Heer, dem der fiegende Feind auf der Ferſe folgt, und ſich unter die Flüchtlinge miſcht. Gleich verzweifelnden Meuterern im engen, luftarmen Kerker, donnerten die Elbfluten an ihre künſtlichen Ufer, brachen den Zwinger, und ſtürzten ſich im Freiheitsrauſche mordend und vernichtend über Alles, was ihrem Laufe begegnete.


