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dem Munde. Seine Kinder hatten menſchlichere Herzen wie Er, und mögen einſt droben für mich zeugen gegen den Vater. Das Papier iſt für Ihn, denn nach dieſer Stunde ward es werthlos für mich. Aber Gott vergebe Euch das, was Euer wilder Starrfinn heute einem bra⸗ ven Kriegsmanne that, und ſchenke Euch Reue vor Eurer Sterbeſtunde über ein zerſtörtes Glück und eine gebrand⸗ markte Ehre, für die ich von Eurem grauen Haupte keine Blutſühne fordern mag!— So drehte er ſich um, und verließ, ſich ermannend, raſchen, feſten Schrittes die Stube.—
Draußen an dem Blumengärtchen traf er auf Beta, welche mit geſenktem Köpfchen von den Gedächtnißſteinen heranſchlich, wo ſie und der Vater Konrads Brief gele⸗ ſen hatten. Ihre Augen umgab ein rother Thränenkreis, und Angſt und Verlegenheit lagerten auf ihrem lieblichen Geſichte und hatten die Unbefangenheit der Unſchuld, welche es ſonſt geſchmückt, gänzlich verdrängt. Des Huſars ge⸗ rechter Zorn verflog bei den erſten Blicken auf ſie, und machte einer nie gekannten Wehmuth Platz, die ihn ſo mächtig und überraſchend ergriff, daß der hartgewöhnte Krieger einen naſſen Tropfen über die Wange herab in den braunen Knebelbart rinnen fühlte.
Beta, redete er das Mädchen an, weißt Du ſchon, welch ein Urtheil der Vater über mich ausgeſprochen?— Sie ſah mit den getrübten Augen zu ihm auf und ſagte dann: Nein, ich habe ſo Böſes nicht von Ihm geglaubt; aber der Vater iſt klüger, und kennt die Menſchen, und weiß, wie ſie es treiben.— Alſo auch Du? rief Beatus wie außer ſich. Auch Du zweifelſt an mir? Auch Du, reine Seele, glaubſt das Schändlichſte und Unmenſch⸗ lichſte von mir? Glauben? entgegnete ſie halblaut. So


