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So! So! murrte der Alte in ſich hinein, die Blicke in den Boden bohrend. Ihr truget ja das Erbſchafts⸗ papier unter Eurem Pelze gut verwahrt.—
Wie meint Ihr das, Vater Wallan? fiel der Huſar raſch ein.
Nun, ich war ja ſelbſt dabei, und weiß, wie es da je zuweilen zugeht; entgegnete der Alte und lächelte recht kurios und ſchmerzlich dazu. Wir ſtanden einmal am Rheine neben den ungariſchen Grenadieren, die zu des tapfern Koburgs Corps gehörten. Da lag ein junger Capitain von dieſen an einem Weinberge in der Schlacht ſchwer verwundet, doch nicht rettungslos. Seine Lands⸗ leute waren ſtürmend vorgedrungen, wir mußten nach⸗ rücken, und einige von uns wollten eben den um Hülfe bittenden Officier aufheben, da trabte auf einem hohen Fuchſe ein kaiſerlicher Reiterofficier heran und ſchoß mit ſicherer Fauſt dem Ungar gerade durch die Bruſt. Vetter! rief dieſer dem Fortſprengenden nach mit gräßlichem, herz⸗ zerſchneidendem Tone und ſtarb. Als wir uns ſpäterhin erkundigten nach dem böſen Meuchler, hieß es, jener ſei der nächſte Blutsverwandte des Erſchoſſenen geweſen, und habe durch ſeinen Tod eine ungeheure Erbſchaft gewon⸗ nen. Ob ihm der Herr Gott droben ſie gelaſſen zum langen Sündenleben, weiß nur Er, denn wir ſahen ſpä⸗ ter keine Ungarn wieder neben uns.—
Und was ſoll dieſe Gräuelgeſchichte hier, und welche Beziehung hat ſie auf Euch und mich? fragte Beatus, auf das Höchſte geſpannt.
Ich meine nur, fuhr der Alte mit furchtbarer Eis⸗ kälte fort, wer wie Ihr von jung auf vogelfrei im Kriegesleben groß geworden, wer ſo in den ſpaniſchen Landen das Morden angeſehen und mitgemacht von vorn


