Teil eines Werkes 
11 (1843)
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mir ſein, als ſei ich aus der ganzen Welt geſtoßen und für mich kein Ruheplätzchen mehr zu finden darin. Habe ich darum alle Gefahren, denen ein junges Blut irgend im Leben begegnen kann, beſtanden, um hier zu zittern, wo jeder dumme Bauernburſch frech lachen und tölpiſch zutappen würde? Seltſam ſind die Schickſale des Men⸗ ſchenſohnes, aber noch ſeltſamer iſt das, was in dem kleinen Menſchenherzen vorgeht, was da oſt ſchlummert lange, lange wie in der Eichel der Rieſenbaum, und dann plötzlich durch Einen Sonnentag hervorbricht.— Auf beide Arme geſtützt hatte er am Tiſche geſeſſen, und ſein Geſicht ſank jetzt in die Hände, und ſeine Seele

zugleich in tiefe, marternde Gedanken.—

Das Geknarr der Zimmerthür erweckte ihn, und der Wachtmeiſter Wollan trat langſam herein, in ſeiner Rech⸗ ten noch immer das verhängnißvolle Papier, doch auf dem ſtarren, faltigen Geſichte einen Ausdruck zeigend, der dem Huſaren keine erfreuliche Vorbedeutung geben konnte. Der Alte trat dem Sitzenden ſehr nahe, ſtarrte aber noch eine Weile nieder auf das Papier, welches er trug.—

Habt Ihr geleſen? fragte Beatus, die ängſtliche Pauſe zu unterbrechen. Geleſen! hallte der Alte nach mit hoh⸗ ler Stimme und unverändertem Geſicht.— Und erkennt Ihr Eurer Söhne Schriftzüge an, und haltet das Papier für gültiges Anrecht, und wolltet mir den Vorrang ge⸗ ben bei der Werbung am Sohnesplatz und der Tochter Hand?—

Eine dunkle Glut ſtieg aus dem weißen Knebelbarte herauf auf des Wachtmeiſters vergelbtes Antlitz, und legte ſich wie Nordlichtſchein über die gefurchten Wangen bis zur Stirn hinan. Und mein Konrad ſchrieb dieſes

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