Teil eines Werkes 
11 (1843)
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Seite ſtand, und mit ihren ſäuſelnden Zweigen ſeinen Scheitel umſpielte.

Davon kann Beta nichts gewußt haben, ſtammelie er mit halbem Athem. Und möget Ihr dem zarten Kinde ſolch ungeſchlachten, groben Burſchen aufdrängen?—

Mein Kind iſt fromm und gehorſam, antwortete der Wachtmeiſter in einer Commandanten⸗Poſition. Bei uns ſucht noch der Vater den Bräutigam aus für die Toch⸗ ter, und mir thut ein Schwiegerſohn Noth, wenn ich ſchwach werde, damit das Gut ohne Schuld zu den En⸗ keln übergehe, ſo wie ich es vom Vater ſelig bekam.—

Wohlan denn, verſetzte Beatus plötzlich entſchloſſen. Der Schwiegerſohn, den Gott ſelbſt Euch wählte, ſteht Euch näher als jener feige Burſche, der trotz ſeiner eich⸗ holzigen Gliedmaßen hinter dem Ofen blieb, als Jeder⸗ mann auszog, des Vaterlandes Noth zu enden und deutſche Schmach zu rächen, als Eure braven Söhne alle aufbrachen zum Heldenwerke. Alter Kriegsmann, ich meine, der das ſpricht und bekannte Ehrenzeugniſſe auf Wange und Arme dem Wachtmeiſter Wallan mit⸗ brachte, darf wohl vorantreten unter den Werbern um eines tapfern Soldaten Tochter, und wenn das Mädchen ihm wohl will, keine abſchlägige Antwort vom Vater fürchten.—

Er nahm zugleich ein Papier aus ſeiner Schreibtafel und legte es in die Hand des Wachtmeiſters, welcher mit faltiger Stirn daſtand, und in deſſen Seele der Vor⸗ wurf der Feigheit des erwählten Bräutigams ſichtbar ein Schwanken erregt hatte.

Leſet dieſes da langſam, ruhig und mit Bedacht, fuhr Beatus fort. neberlegt's mit der lieben Tochter! Es iſt dieſes das letzte Wort Eurer wackern Söhne an Euch.